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FDP nach der Bundestagswahl : Solidaritäts-Eintritte bei den Liberalen

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Die FDP Schleswig-Holstein begrüßt neue Mitglieder. Seit dem Desaster bei der Bundestagswahl erfährt die Partei eine „Jetzt-erst-recht-Haltung“.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 09:29 Uhr

Kiel | Auch wenn die Liberalen aus dem Bundestag geflogen sind – es gibt durchaus noch Zuspruch. Der Landesverband verzeichnet seit dem Wahltermin eine Serie von Solidaritäts-Eintritten. Nach dem 22. September hat die FDP in Schleswig-Holstein bereist 30 neue Mitglieder aufgenommen. Das teilte Landesgeschäftsführer Friedrich Hass auf sh:z-Anfrage. „Mindestens 25 bis 30 weitere Beitritts-Anträge schlummern noch in den Partei-Gliederungen“, fügte er hinzu. Sobald die jeweils zuständigen Kreisverbände das nächste Mal getagt hätten, würden auch diese Neuaufnahmen perfekt.

Es handele sich um Eintritte aus einer „Jetzt-Erst-Recht-Haltung“ heraus, freut sich Hass. „Das ist für uns schon eine Motivation weiterzumachen.“ Die Neulinge wollten „mit ihrer Mitgliedschaft ein Zeichen setzen, dass die FDP in vier Jahren auch auf Bundesebene wieder am politischen Gestaltungsprozess teilnehmen soll.“

Ein Indiz, dass es bei den Bundestagswahlen gefährlich knapp werden könnte, war diesmal das sonst aus Wahlkampfzeiten gewohnte Anziehen der Mitgliederkurve. „Das haben wir diesmal nicht so signifikant erlebt wie sonst, weder bei der Bundestagswahl noch bei der Kommunalwahl im Mai“, verrät Hass. Für die Partei doppelt bitter, weil sie seit 2009 einen kontinuierlichen Schwund erlebt hat: Seitdem sanken die Mitgliederzahlen von 2450 auf 2188 Stand Ende August – bevor die Kurve mit den jetzt bis zu 60 neuen Gesichtern erstmals wieder nach oben zeigt.

Die müssten nach den Erfahrungen des Landesgeschäftsführers nun auch länger dabeibleiben. Jedenfalls entfällt für sie der Grund, den seit 2009 laut Hass die meisten für ihren Austritt angaben: Enttäuschung über zu wenige Spuren aus dem Wahlprogramm in der Politik der Bundesregierung.

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