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Neue Koordinierungsstelle : SH will Jugendliche vor religiösem Extremismus schützen

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Jugendliche ziehen für den IS in den Kampf. Solche Meldungen sollen der Vergangenheit angehören.

Kiel | Die schleswig-holsteinische Landesregierung macht ernst in ihrem Kampf gegen religiös motivierten Extremismus und hat ein vor wenigen Monaten beschlossenes Konzept umgesetzt. So hat wie geplant Anfang April die Landeskoordinierungs- und Beratungsstelle ihre Arbeit aufgenommen.

Die Stelle in Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein kümmere sich vor allem um junge Menschen, die in Gefahr seien, sich religiös zu radikalisieren, sagte Innenminister Stefan Studt (SPD) am Dienstag in Kiel. Landesweit sollen Eltern, Angehörige und Freunde von Betroffenen beraten werden.

„Wir setzen auf Prävention, Intervention und Netzwerkarbeit“, sagte Studt. Es gehe in erster Linie darum, das Demokratieverständnis bei Kindern und Jugendlichen zu festigen und den Kreislauf von Diskriminierung und Radikalisierung zu durchbrechen. Ein Schwerpunkt liege auf der Salafismusprävention, denn der Salafismus sei die derzeit dynamischste islamistische Bewegung.

Zu den Aufgaben der Landeskoordinierungsstelle gehört auch die pädagogische Arbeit und politische Bildung in Schulen, Jugendeinrichtungen und Kindertagesstätten. Institutionen und Einrichtungen wie muslimische Vereine, Schulen oder Elternverbände sollen landesweit vernetzt werden, um das zivilgesellschaftliche Engagement zu stärken, teilte das Innenministerium weiter mit.

Für die Entwicklung und Umsetzung von konkreten Projekten zu den Themen religiöser Extremismus und Muslim- beziehungsweise Islamfeindlichkeit stehen rund 30.000 Euro jährlich zur Verfügung. Darüber hinaus ist eine Telefonhotline (0431-988 34 34) eingerichtet worden, über die Ratsuchende, Betroffene und Angehörige Kontakt zu erfahrenen Fachleuten aufnehmen können.

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erstellt am 14.Apr.2015 | 14:23 Uhr

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