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Schutz vor Vogelgrippe : SH: Stallpflicht für Geflügel

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Die Ausgangssperre für Hühner soll vor der Ausbreitung der Vogelgrippe schützen. Betroffen sind Gebiete, auf denen Wildvögel rasten.

Kiel | In Schleswig-Holstein sollen Hühner und anderes Geflügel zum Schutz vor der Vogelgrippe in bestimmten Regionen in Ställen untergebracht werden. Die geplante Stallpflicht soll sich in Schleswig-Holstein auf Risikogebiete nahe der Küsten und größeren Gewässern erstrecken, auf denen Wildvögel rasten, wie das Landwirtschaftsministerium am Montag in Kiel mitteilte.

Das soll die Wahrscheinlichkeit minimieren, dass der Krankheitserreger über Wildvögel übertragen wird. Schleswig-Holstein folge damit den Empfehlungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Außerdem soll die Beobachtung von Wildvögeln in Schleswig-Holstein ausgeweitet werden. So sollen verstärkt verendete Wildvögel eingesammelt sowie Kotproben genommen werden. Auch das bestehende Hausgeflügelmonitoring wird fortgesetzt. „Wir müssen das Risiko, dass der Erreger in schleswig-holsteinische Geflügelbestände eingetragen wird, so weit wie möglich verringern“, sagte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Bislang gebe es keine Verdachtsfälle im Land.

Welche Gebiete genau von dem Aufstallungsgebot betroffen sind und wie lange eine Stallpflicht gelten müsse, werde derzeit mit den Kreisveterinärbehörden abgestimmt, teilte das Ministerium weiter mit. Dabei würden die örtlichen Gegebenheiten beachtet. Zudem stehe noch eine offizielle Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts - dem nationalen Referenzlabor - aus.

In Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern sowie in den Niederlanden und Großbritannien waren in den vergangenen Wochen Fälle des gefährlichen Vogelgrippe-Erregers H5N8 aufgetreten. Zuletzt wurde der Erreger bei einem Wildvogel in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen.

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erstellt am 24.Nov.2014 | 18:21 Uhr

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