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Positive Bilanz : SH: Mehr als 1700 neue Arbeitsplätze durch Förderinstitute

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Es entstanden nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern es konnten auch Tausende gesichert werden: Wirtschaftsminister Meyer und die Förderinstitute des Landes sind zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Nicht nur Energiewende und Breitbandausbau sind Förderschwerpunkte.

Kiel | Wenn einer Bank die Kunden weglaufen, ist das in der Regel ein Alarmsignal. Nicht so bei den Förderbanken in Schleswig-Holstein. Weil  das  konjunkturelle Umfeld  hervorragend und der Mittelstand im Norden bestens aufgestellt ist, melden die Investitionsbank, die Bürgschaftsbank und die mittelständische  Beteiligungsbank  MBG weniger Förderfälle als im Vorjahr. „Die Förderung ist kein Selbstzweck, sondern kommt nur zum Tragen, wenn der Markt keine ausreichenden Finanzierungsangebote bereitstellt“, betonte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Dienstag in Kiel.  Das sei vor allem bei Gründern und Jungunternehmen der Fall  –  nicht aber bei den alteingesessenen Unternehmen, bei denen derzeit von einer Kreditklemme nichts zu spüren sei. Entsprechend richteten die Förderinstitute 2013 ihr Augenmerk verstärkt auf Start-ups, denen sie mit Konsortialkrediten, Bürgschaften und Beteiligungen unter die Arme griffen.  

Nach dem Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) liegt Schleswig-Holstein bundesweit an dritter Stelle. „Nur  Berlin und Hamburg haben mehr Gründungen“,  betonte Investitionsbank-Chef  Erk Westermann-Lammers. Besonders die neueingeführten Mikrokredite (maximal 15.000 Euro) kommen gut an. Als Erfolg verbucht der Banker zudem, dass 174.000 Haushalte mit indirekter Unterstützung der IB in den Genuss des schnellen Internets kamen. Auch die MBG hat ihren Fokus auf den technischen Strukturwandel gelegt und fördert innovative Firmen in der Markteinführungsphase.

Insgesamt entstanden 2013 mehr als 1700 Arbeitsplätze mit Hilfe des Landes und seiner Förderinstitute. Außerdem wurden 21.000 Jobs gesichert, so Meyer. Dafür förderte das Land 782 Unternehmen mit einem Finanzierungsvolumen von 382 Millionen Euro. Das so ausgelöste Investitionsvolumen betrug 1,2 Milliarden Euro.

Einer, der von der Förderkulisse profitiert hat, ist das junge Kieler Unternehmen Raytrix, das die  Digitalfotografie durch eine wegweisende Erfindung revolutionierte. Inzwischen geben sich dort Manager von Intel, Zeiss, Toshiba und der Nasa die Klinke in die Hand. Die Zwei-Mann-Gründungsfirma hat sich zu einem Betrieb mit 20 Mitarbeitern gemausert. „Um so etwas umzusetzen, braucht man eine gehörige Portion Naivität und Förderer, wie ich sie hier hatte, um im Markt Fuß zu fassen“, so Firmengründer Lennart Wietzke. Laut Meyer sind solche Firmen für den Strukturwandel und damit für die Zukunftsfähigkeit des Landes unentbehrlich.

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erstellt am 25.Feb.2014 | 18:44 Uhr

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