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Einigung Land mit Kommunen : SH-Kitas bekommen 138 Millionen

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Mehr und bessere Gebäude, bessere Nachmittagsbetreuung, mehr Geld für Flüchtlingskinder: Das sind Teile der Vereinbarung.

Kiel | Bei der Kleinkinder-Betreuung kommt Schleswig-Holstein weiter voran. Nach einer Verständigung zwischen Land und Kommunen soll es mehr Plätze geben, auch für Flüchtlingskinder. Für Fachpersonal wird ebenfalls mehr Geld fließen, damit sich die Betreuungsqualität verbessert. Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) und Spitzenvertreter der Kommunen unterzeichneten am Montag eine Vereinbarung über 138,5 Millionen Euro für die Jahre 2016 bis 2018.

Gute und bezahlbare Betreuungsplätze für Babys und Kleinkinder gelten als Schlüsselinvestition, um junge Familien im Land zu halten oder ins Land zu holen. Kostenlose Kitas will die SPD zum Wahlkampfversprechen für 2017 machen. In Hamburg sind sie schon seit 2014 Realität. 

„Dieses Paket ist ein großer Schritt für die Familien in Schleswig-Holstein, das weitere spürbare Verbesserungen in der Kinderbetreuung bringt“, sagte Alheit. „Schleswig-Holstein ist beim U3-Ausbau die Nummer eins unter den Westländern, mit der jetzigen Investitions-Offensive stärken wir die Qualität und den weiteren Ausbau.“ Das Land schaffe zugleich die Basis für eine gelungene Integration von Flüchtlingskindern. «Das Jahr 2016 wird das Jahr der Integration und das beginnt bei den Kindern in den Kitas“, sagte Alheit.

Die Spitzenvertreter der Kommunen freuten sich darüber, dass die Betreuung von Flüchtlingskindern über zusätzliche Betriebskostenzuschüsse abgesichert und dass es auch in den kommenden Jahren Zuschüsse von mehr als 40 Millionen Euro für notwendige Investitionen geben wird. Für die Schaffung zusätzlicher Plätze in den Jahren 2016 bis 2018 will das Land die frei werdenden Mittel aus dem Betreuungsgeld einsetzen.

Insgesamt 42 Millionen Euro Investitionsmittel können für Neu-, An- und Umbauten oder auch für die Ausstattung ausgegeben werden. 18,5 Millionen bekommen die Kommunen als Ausgleich für Mehrkosten, die sie wegen der zusätzlichen Betreuungsplätze haben.

51 Millionen Euro sind geplant, um mit mehr Fachpersonal die Betreuungsqualität anzuheben. Damit gibt es je Ganztagsgruppe eine halbe Stelle zusätzlich. So können sich auch am Nachmittag zwei Fachkräfte um die Kinder kümmern. Die Förderung der 100 Familienzentren und der pädagogischen Fachberatung sowie des Qualitätsmanagements setzt das Land bis 2018 mit insgesamt 27 Millionen Euro fort.

Außerhalb der Vereinbarung mit den Kommunen erhöht das Land ab 2016 die Mittel für Sprachbildung an den Kindertageseinrichtungen um zwei Millionen auf jährlich sechs Millionen Euro. Zur Betreuung traumatisierter Kinder bekommen Kitas die Möglichkeit, fachliche Unterstützung anzufordern. Dafür sind für 2016 eine Million Euro vorgesehen.

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erstellt am 21.Dez.2015 | 15:59 Uhr

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