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Awacs-Flugzeug : Seltenes Foto: Nato-Maschine tankt am Himmel über Schleswig-Holstein

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das war ein richtig guter Schnappschuss: Hobby-Fotografin Anna Schöppe entdeckt ein Nato-Manöver in 9000 Metern Höhe.

Hohn/Geilenkirchen | Sie war gerade mit ihrem Hund am Hohner See bei Rendsburg spazieren, da gelang Anna Schöppe aus Breiholz ein Volltreffer: Am Himmel konnte die Hobby-Fotografin mit ihrer Kamera festhalten, wie eine Awacs-Maschine der Nato-Frühwarnflotte von einem US-Tankerflugzeug in etwa 9000 Meter n Höhe aufgetankt wurde. „Es ist faszinierend, mit welcher Geschwindigkeit sich die Flugzeuge beim Tankmanöver bewegen“, berichtet Anna Schöppe. „Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein solches Manöver beobachten konnte.“ Dieses Mal war es ausgerechnet über Hohn zu sehen, dem Standort des Lufttransportgeschwaders 63.

„Das dürfte purer Zufall gewesen sein“, sagt Geschwadersprecher Matthias Müller dazu auf Nachfrage. „Stimmt“, bestätigt Michael Möller, Sprecher der Nato-Frühwarnflotte im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen. Dem hier stationierten internationalen Verband stehen 17 dieser Maschinen vom Typ E-3A Awacs zur Verfügung. Seit 1982 werden diese aus der Boeing 707 entwickelten Flugzeuge mit dem klar erkennbaren Radom auf dem Rumpf eingesetzt. Bei einer Einsatzhöhe von etwa 30  000 Fuß – das entspricht 9150 Metern – können diese fliegenden Frühwarn- und Leitsysteme den Luftraum in einem Umkreis von 400 Kilometern überwachen.

Mit einem vollen Tank können sich die Maschinen nach Angaben des Flottensprechers etwa achteinhalb bis neun Stunden in der Luft halten. Warum ein Awacs-Flugzeug ausgerechnet am Mittwochmittag mitten über Schleswig-Holstein in der Luft betankt wurde, kann demnach mehrere Gründe haben. So könnten die Maschinen bei Kälte nicht mit vollgetankten Tanks starten, so der Sprecher. Eine Luftbetankung könne also ganz einfach Spritmangel sein – oft geschehe dies aber auch zu Trainingszwecken.  

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erstellt am 07.Feb.2015 | 11:33 Uhr

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