AKW Brunsbüttel : Schon wieder ein Defekt

Experten stellten bei Routinetests einen Motordefekt an einer Pumpe im Atomkraftwerk Brunsbüttel fest. Foto: Ruff
Experten stellten bei Routinetests einen Motordefekt an einer Pumpe im Atomkraftwerk Brunsbüttel fest. Foto: Ruff

Die Pannenserie im zurzeit abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel reißt nicht ab. Experten stellten bei Routinetests einen Motordefekt an einer Pumpe fest.

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19. November 2007, 06:48 Uhr

"Die betroffene Pumpe dient zur Kühlung des Wassers im Brennelemente-Lagerbecken. Diese Funktion wird jetzt durch das Nachkühlsystem übernommen. Der Motor wird überholt, vergleichbare Motoren und ihre Anschlüsse werden vorsorglich überprüft", sagte ein Sprecher des Energiekonzerns Vattenfall.
Die Atomaufsicht im schleswig-holsteinischen Sozialministerium erläuterte, dass sich eine Verschraubung eines Kabelanschlusses gelöst habe. Zudem sei die Isolierung des Kabels im Bereich des Anschlusses beschädigt gewesen. "Die Atomaufsichtsbehörde wird Sachverständige hinzuziehen", kündigte ein Ministeriumssprecher an.
Die Bedeutung des meldepflichtigen Ereignisses wurde auf der INES- Skala bei 0 eingeordnet - noch unterhalb der Stufen von 1 bis 7. Brunsbüttel steht wegen eines Störfalls und Defekten seit Juli still. Unter anderem sind dort fehlerhafte Dübel entdeckt worden. Auch das ebenfalls von Vattenfall betriebene Kernkraftwerk Krümmel liefert seit einer Kette von Zwischenfällen Ende Juni keinen Strom.

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