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Neue Dachmarke : „Schleswig-Holstein ist der echte Norden“

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Die Regierungsparteien - allen voran Wirtschaftsminister Reinhard Meyer - verteidigen im Landtag die neue Marketingkampagne. Vertreter der Opposition sprechen vom „Logo mit dem geköpften Hummer und dem halben Löwen“. Ihr Versuch, das Konzept einzustampfen, bleibt ohne Erfolg.

Kiel | Ein Versuch der Oppostionsfraktionen, die neue Marketingkampagne des Landes Schleswig-Holsteins zu stoppen, ist gescheitert. Die Regierungsparteien SPD, Grüne und SSW verteidigten die neue Dachmarke mit dem Slogan „Der echte Norden“. Bei der Debatte im Landtag wurde viel polemisiert. So sprach der CDU-Abgeordnete Hans-Jörn Arp von dem „Logo mit dem geköpften Hummer und dem halben Löwen“. Er warnte davor, sich mit dem Prädikat „echt“ zu schmücken. „Mit dem echten Norden verbindet man etwas ganz anderes, als einen in Schleswig-Holstein erwartet“, so Arp und verwies auf nördlichere Gefilde jenseits von Schleswig-Holstein. An die Adresse der Landesregierung sagte er: „Die Kampagne ist nicht nur teuer, sondern auch überflüssig. Stampfen Sie sei ein.“

Ähnlich äußerte sich Oliver Kumbartzky von der FDP. In Anspielung auf die Kritik, die die Dachmarke aus Niedersachsen geerntet hatte sagte er: „Ich finds schlimm und auch ein bisschen schade, dass die Landesregierung sich selbst mit dem echten Norden lächerlich gemacht hat.“ Negative Stimmen auch von den Piraten. Slogan und Logo seien missverständlich, die Menschen könnten sich nicht damit identifizieren, sagte der Abgeordnete Patrick Breyer.

Vertreter der Regierungsparteien verteidigten dagegen das Konzept. „Nur weil etwas echt ist, macht es etwas anderes nicht unecht“, sagte Olaf Schulze von der SPD. Die Kampagne passe zum Norden. „Lassen sie uns daran weiter arbeiten.“ Wirtschaftsminister Reinhard Meyer wies darauf hin, dass der Slogan von Profis gemacht sei, die zuvor sorgfältig dessen Wirkung geprüft hätten. „Schleswig-Holstein ist der echte Norden“, so der Minister. Das Bundesland sei die Schnittstelle zu Skandinavien. Meer und Weite seien Schlagworte, die viele mit dem Norden und mit Schleswig-Holstein verbinden würden. Die Kosten für die neue Dachmarke seien angemessen. Niedersachsen etwa habe bereits eine Million Euro für Standortmarketing investiert.

Zum Abschluss seiner Rede stellte Meyer entgegen einiger kritischer Stimmen unter Beweis, dass der Slogan auch international geeignet sei. Die offizielle englische Übersetzung laute: „Germany’s true North“.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 16:25 Uhr

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