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Kommentar : Sanierung der Straßen in SH kann nicht gelingen

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Meyers Report sei das finstere Fazit über eine Landes-(Verkehrs)politik, die, statt Vermögen zu bewahren, lieber Spielwiesen bestellte, findet Peter Höver.

Kiel | Wenn das mal gut geht! Wahrscheinlich geht es schief: Die Sanierung der Landesstraßen kann nicht gelingen. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer fehlt nicht  nur ausreichend Personal, um die Planugen für dieses Mega-Projekt zeitnah auf den Weg zubringen. Dem tapferen Minister fehlen auch die nötigen  Millionen. Die schonungslose Bilanz, die Meyer im Frühjahr über den Straßenzustand im Norden vorgelegt hat, ist eben nicht mehr als eine Beschreibung. Das Netz ist marode, Besserung ist nicht in Sicht.

Meyers Report ist das finstere Fazit über eine Landes-(Verkehrs)politik, die, statt Vermögen zu bewahren, lieber Spielwiesen bestellte. Nett fürs Parteivolk war das, aber komplett bedeutungslos für die Sicherung der Wettbewerbschancen Schleswig-Holsteins, seiner Wirtschaft und Arbeitsplätze.

Schon Meyers Befund, dass ein Drittel der Landesstraßen dringend sanierungsbedürftig ist, hat alarmiert. Dass dabei für die Reparatur maroder Brücken kaum Vorsorge getroffen ist, macht die Sache nur schlimmer. Langsam dürfte klar sein, was uns  im Landesstraßennetz bald blühen könnte: Verkehrsbeschränkungen, Sperrungen, am Ende ein „Rumpfnetz“, in dem manche ländlichen Räume nur noch über Umwege erreichbar sein werden. Unternehmen werden sich dann dreimal überlegen, ob der „echte Norden“ noch ein Standort mit Zukunft ist.

Und die Küstenkoalition? Die gibt sich für 2015 bisher mit einer Investitionsquote von historisch niedrigen 6,7 Prozent der Nettoausgaben zufrieden. Sinn und Verstand hat das nicht.

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erstellt am 16.Okt.2014 | 07:53 Uhr

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