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Bohrschlamm in SH : Robert Habeck: „Trinkwasser ist nicht gefährdet“

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Bei Erdölförderung entstandener Bohrschlamm wurde an mehreren Orten in SH vergraben. Ist das gefährlich?

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2016 | 13:36 Uhr

Kiel | In Schleswig-Holstein könnte sich nach Angaben des Umweltministeriums an etwa 100 Orten sogenannter Bohrschlamm als Altlast aus der Erdölförderung befinden. „Es handelt sich hierbei um Verdachtsflächen, der Sachstand ist noch nicht geklärt“, sagte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag in Kiel. Ein Gutachten und dann weitere Untersuchungen seien geplant.

Die Lagerstätten sind nach Recherchen von NDR Info quer über Schleswig-Holstein verteilt und befinden sich unter anderem in Naherholungs- sowie in Wasserschutzgebieten - darunter Preetz, Schwentinental (beide Kreis Plön) und Glinde (Kreis Stormarn). Aber auch Trinkwassereinzugsgebiete sind betroffen. Das Umweltministerium nennt hierzu auf Nachfrage von NDR Info die Gemeinden Sterup (Kreis Schleswig-Flensburg), Schwedeneck (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Boksee (Kreis Plön), Wacken (Kreis Steinburg), Lankau, Schwarzenbek, Escheburg (alle Kreis Herzogtum Lauenburg) und Grube (Kreis Ostholstein).

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) erklärte: „Ölrückstände können Potenzial haben, die Umwelt zu gefährden, in vielen Fällen aber dürfte von den Bohrschlammgruben gar keine Umweltgefahr ausgehen, da das abgelagerte Bohrgut keine Verunreinigung aufweist. Trinkwasser ist nicht gefährdet.“

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