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Bundestagswahl 2017 : Ralf Stegner will in Kiel bleiben – vorerst

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Obwohl ihm immer wieder Berlin-Ambitionen nachgesagt werden, ist Stegner in SH zufrieden. Im Land bleibt Torsten Albig Spitzenkandidat.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 06:59 Uhr

Kiel | SPD-Fraktionschef Ralf Stegner fühlt sich in seiner Rolle im Schleswig-Holsteinischen Landtag weiter wohl. „Jeder der glaubt, ich sei amtsmüde oder habe in meiner Position keinen Spaß mehr, der täuscht sich“, sagte Stegner. „Ich kann versichern, mich zieht hier nix weg.“

Gleichwohl bereitet Stegner auch seine Rolle in der Bundespolitik sichtlich Spaß. „Ich habe nicht den Eindruck, dass ich als stellvertretender Bundesvorsitzender in Berlin unterbeschäftigt bin“, sagte der 55-Jährige. „Ich mische durchaus kräftig mit in der Bundespolitik - so gut man das aus einem so kleinen Land eben kann.“

Über die Kandidaturen für die Bundestagswahl 2017 will die Partei erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 entscheiden. Dem streitbaren Kieler Fraktionschef wird seit Monaten ein Interesse an einer Bundestagskandidatur nachgesagt. „Ich habe hier eine wichtige Aufgabe, die mir große Freude bereitet“, sagte Stegner dazu. „Ob irgendwann etwas anderes kommt, das findet sich. Aber die Frage stellt sich für mich im Augenblick nicht.“

Im Land werde die Partei bei der Wahl 2017 definitiv mit Torsten Albig als Spitzenkandidat antreten. „Bei allem, was man bei einem Menschen auch kritisch anmerken kann, steht fest: Er führt eine sehr erfolgreiche Regierung“, sagte Stegner. „Der Ministerpräsident kann sich auf den Fraktionschef Ralf Stegner immer verlassen - egal zu welchem Zeitpunkt.“ Seine Aufgabe sei es auch, „gelegentlich die Dinge in den Fokus zu nehmen, welche die Regierung nicht so ins Blickfeld nehmen kann“.

Mit Blick auf die Landtagswahl ist Stegner zuversichtlich. Die Koalition habe eine gute Leistungsbilanz vorzuweisen. „Den Schleswig-Holsteinern geht es besser als vor der vergangenen Landtagswahl.“ Als Beispiele nannte er den Mindestlohn, die Hochschulfinanzen, die zusätzlichen Lehrerstellen. Das Land komme voran. „Wir tun nicht mehr soviel für die Reichen und Mächtigen. Das war bei Schwarz-Gelb anders.“

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