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Ersatz für Bau über NOK : Rader Hochbrücke: Meyer will Klarheit im September

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Sorgenkind Rader Hochbrücke: Bis zum Herbst soll sich eine Ersatzlösung abzeichnen. Der Kieler Verkehrsminister hat einen möglichen Tunnel auch für die Bahn noch nicht abgeschrieben.

Kiel | Wichtige Vorentscheidungen über einen Ersatz der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg sollen spätestens im Herbst fallen. „Ich denke, im September werden wir klar wissen, wohin die Reise geht“, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer. Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) habe im jüngsten gemeinsamen Gespräch bestätigt, dass bis 2026 ein Ersatz vorhanden sein muss.

Nach Expertenansicht wird die Brücke, die im Sommer 2013 wegen maroder Pfeiler wochenlang für Lastwagen gesperrt werden musste, nur noch zwölf Jahre halten. Als Ersatz für die erst gut 40 Jahre alte Rader Hochbrücke, die eine Schlüsselrolle im Verkehr von und nach Dänemark spielt, hätte das Land am liebsten einen kombinierten Tunnel für Straße und Schiene.

Denn die Rendsburger Eisenbahnbrücke ist schon über 100 Jahre alt und wird auch nicht mehr unbegrenzt halten. Der Bund will nach bisherigem Stand aber zunächst nur eine Ersatzbrücke für die Straße bauen. Diese würde dann möglichst nahe an der alten errichtet werden. Damit müssten keine besonders aufwändigen Umweltuntersuchungen wie bei anderen Neubauprojekten eingeleitet werden.

„In der Planung muss auch berücksichtigt werden, was für die alte Brücke noch zumutbar ist, möglicherweise in einer Übergangsphase“, sagte Meyer. Denkbar seien Lkw-Überholverbote oder Abstandsregelungen für Lastwagen. „Die Planer und Techniker schauen sich alles ganz genau an“, sagte der Minister.

Derzeit läuft eine in Abstimmung mit dem Bund kurzfristig eingeleitete verkehrswirtschaftliche Betrachtung. Hier geht es um die Bedeutung des gesamten Rendsburger Verkehrsraums für die Verbindung zwischen Hamburg und Dänemark. „Dabei wird auch geprüft, ob nicht eventuell doch ein kombinierter Straßen/Schiene-Tunnel sinnvoll ist“, sagte Meyer. „Ich habe immer gesagt, die Schiene muss nicht sofort fertig sein. Aber wenn man ein Projekt für die Straße macht, sollte man die Schiene gleich mitdenken, weil die alte Rendsburger Eisenbahnhochbrücke nicht ewig halten wird.“

Parallel zu der verkehrswirtschaftlichen Betrachtung werde alles für die Planung einer Straßen-Ersatzbrücke vorbereitet, sagte der Minister. „Wir müssen ein bisschen doppelgleisig fahren - im Interesse des Ziels ist das auch sinnvoll.“ Alle technisch und wirtschaftlich infrage kommenden Varianten würden eingehend untersucht, sagte Meyer. „Wir streben die beste Lösung an, und da ist noch einiges offen.“ Klarheit soll es hier spätestens am 2. Oktober geben: Dann kommt Dobrindt zur Verkehrsministerkonferenz nach Kiel.

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erstellt am 17.Aug.2014 | 12:47 Uhr

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