Panne : Piraten treten E-Mail-Lawine los

Fast 200 Mal schickte Wolfgang Dudda die gleiche E-Mail über den Verteiler der Piratenpartei. Schuld war ein Bedienungsfehler.

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27. März 2013, 09:07 Uhr

Kiel | Die Telefone und Handys bei der Piratenfraktion im Kieler Landtag liefen Dienstag am späten Vormittag heiß - aus Protest. Zwischen 11.21 und 11.39 Uhr versendete der Abgeordnete Wolfgang Dudda über den Verteiler des Landtags fast 200 E-Mails - alle mit dem selben Inhalt. Der Pirat wollte mitteilen, dass seiner Ansicht nacht die vorgelegten Pläne zur Beamtenbesoldung gegen das Abstandsgebot verstoßen und damit verfassungswidrig seien. Es könne sein, dass im Jahr 2015 ein Beamter der Besoldungsgruppe A13 (Stufe 3) mit Stellenzulage über ein höheres Bruttoeinkommen verfügen würde als ein Beamter der Besoldungsgruppe A14 (Stufe 3).

Erst nach mehreren Anrufen konnten die sonst so technikaffinen Piraten den Mail-Strom stoppen. Schuld sei ein "Verteilerproblem" gewesen, sagte Pressesprecher Stefan Appelius. Die Entschuldigung folgte auf dem Fuß: "Auch die Piratenfraktion ist nicht gegen Bedienungsfehler gefeilt. Durch eine falsche Handhabe haben wir Ihnen leider soeben eine Flut an Mails unbeabsichtigt zukommen lassen. Ich entschuldige mich in aller Form für diesen Fehler und hoffe, dass dieses einmalige Versehen nicht zu maßgeblichen Problemen geführt hat", erklärte Fraktionsgeschäftsführer Patrick Ratzmann.

Landtagssprecher Jan Gömer sagte dazu: "Die Panne ist behoben, irgend etwas war falsch eingestellt. Die Piraten wollten sicher durch die massenhafte Verschickung nicht auf die besondere Dringlichkeit ihres Anliegens hinweisen."

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