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Sicherheit am Flughafen : Piloten kritisieren Mängel in Lübeck Blankensee

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Deutsche Flughäfen sind eigentlich sehr sicher. Alle internationalen Sicherheitsvorschriften werden erfüllt. Die Pilotengewerkschaft ist aber anderer Meinung und präsentiert am Mittwoch ihre eigenen Ergebnisse in Frankfurt.

Lübeck/ Frankfurt | Die Sicherheitsvorkehrungen am Lübecker Flughafen kann nicht den Ansprüchen deutscher Piloten entsprechen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Liste der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hervor. Darin erhielten die Flughäfen in Friedrichshafen, Weeze, Lübeck, Memmingen und Zweibrücken jeweils einen „Mangelstern“.

Die Sicherheitsvorkehrungen der Flughäfen entsprechen aber dennoch den internationalen Vorschriften. Die Piloten bewerten die Flughäfen jedoch nach eigenen Kriterien, für die bei Mängel zwischen zwei und vier Punkte vergeben werden. Konkret kritisieren die Piloten im Fall von Lübeck, dass es nicht zu jedem Bahnkopf einen Rollweg gibt und die Anflugbefeuerung verkürzt sei. Häufig wurden auch fehlende oder schlecht einsehbare Windsäcke sowie fehlende Leuchten auf den Rollwegen oder in den Landezonen von deutschen Flughäfen kritisiert.

Mit 15 Punkten erzielt Lübeck dabei den schlechtesten Wert nach Memmingen und Zweibrücken.  Deutlich besser schnitt der Flughafen Sylt ab. Mit nur drei Punkten liegt er aus Sicht der Piloten bei den Sicherheitsvorkehrungen sogar noch vor dem Hamburger Airport (9 Punkte). Ganz ohne Mängel blieben von 30 untersuchten Standorten nur sechs: Leipzig/Halle, München, Berlin-Schönefeld, Stuttgart, Düsseldorf sowie erstmals Bremen. Deutschlands größtes Drehkreuz Frankfurt verfehlte die optimale Bewertung mit einem Mangel am Leitsystem zum Andocken an den Terminals. 

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erstellt am 21.Mai.2014 | 15:02 Uhr

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