Lübeck-Travemünde : "Patriot"-Raketen auf dem Weg in die Türkei

Bereits am Sonntag startete einer von insgesamt fünf Konvois aus Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern) der 'Patriot'-Raketenabwehrstaffeln nach Travemünde brachte. Foto: dpa
Bereits am Sonntag startete einer von insgesamt fünf Konvois aus Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern) der "Patriot"-Raketenabwehrstaffeln nach Travemünde brachte. Foto: dpa

Die Nato-Mission beginnt in Travemünde: 300 Fahrzeuge und 130 Container mit militärischer Ausrüstung werden am Dienstag Richtung Türkei verschifft.

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09. Januar 2013, 10:40 Uhr

Lübeck-Travemünde / Eindhoven | Im Hafen von Lübeck-Travemünde hat am Dienstag die Verschiffung von "Patriot"-Flugabwehrraketen begonnen. Die gecharterte dänische Fähre "Suecia Seaways" soll rund 300 Fahrzeuge und 130 Container mit militärischer Ausrüstung in die türkische Hafenstadt Iskenderun bringen. Dort soll das Gerät am 21. Januar von rund 170 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Empfang genommen werden. Sie sollen gemeinsam mit Raketenabwehrspezialisten aus den USA und den Niederlanden den Nato-Partner Türkei vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien schützen.
Um die Stationierung der "Patriot"-Abwehrraketen vorzubereiten, hat sich am Dienstag außerdem das erste Kontingent von Bundeswehrsoldaten auf den Weg gemacht. 20 Soldaten der Bundeswehr und rund 30 Soldaten der niederländischen Streitkräfte flogen mit einer Maschine der niederländischen Luftwaffe vom Flugplatz in Eindhoven in die südtürkische Stadt Adana.
"Der Einsatz ist ein deutliches Signal für die Solidarität innerhalb der Nato", sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, General Rainer Glatz, bei der Verabschiedung der Quartiermeister. Der niederländische General Leo Beulen betonte, dass es um einen rein defensiven Einsatz gehe."Wir gehen dorthin, um die türkische Bevölkerung zu schützen und eine Eskalation des Konflikts zu verhindern.

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