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Netzausbau in SH : Ostküstenleitung: Wo sollen die Trassen entstehen?

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Die wachsenden Strommengen aus erneuerbaren Energien müssen transportiert werden. Dazu müssen unter anderem im Kreis Stormarn breite Trassen geschaffen werden.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Bad Oldesloe | Damit Windstrom aus dem Norden in den Süden fließen kann, hat die Bundesregierung einen Netzausbau beschlossen. Ein Teil davon ist die geplante Ostküstenleitung von Göhl in Ostholstein bis in den Kreis Segeberg. Mit dem Bau soll Mitte 2018 begonnen werden. „Nach der Westküstenleitung werden wir nun auch an der Ostküste eine Stromverbindung schaffen, mit der wir den Windstrom aus der Region transportieren können", sagte Lex Hartman, Geschäftsführer des zuständigen Netzbetreibers Tennet, im Sommer. Heute ist in Bad Oldesloe Startschuss für das sogenannte Dialogverfahren, bei dem vom Netzausbau betroffene Bürger über die Planungen informiert werden sollen.

Die Gesamtstrecke der Ostküstenleitung gliedert sich in drei Abschnitte:
Abschnitt 1: Kreis Segeberg/Kreis Stormarn – Raum Lübeck (Netzverstärkung der bestehenden 220 Kilovolt-Leitung)
Abschnitt 2: Raum Lübeck – Siems (Netzverstärkung der bestehenden 220 kV-Leitung)
Abschnitt 3: Raum Lübeck – Raum Göhl (Neubau einer 380 kV-Leitung)

Das Netz reicht derzeit schon für die bereits angeschlossenen 500 Megawatt nicht aus, nach dem Konzept der Landesregierung sollen weitere 1000 Megawatt vor allem aus Windenergie hinzukommen. Dafür braucht es eine Strom-Autobahn, eine 380 Kilovolt-(kV)-Leitung auf mindestens 60 Meter hohen Masten, für die 100 Meter breite Trassen gerodet werden müssen.

Auf ein Raumordnungsverfahren hat die Landesplanung verzichtet. Im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens soll informiert und mit den Regionen und den Bürgern der „konfliktärmste“ Korridor gesucht werden. Hierfür laden Ministerium, Tennet und Schleswig-Holstein Netz AG gemeinsam betroffene Bürger zu Veranstaltungen vor Ort ein. Die Bürger dürfen sich mit Vorschlägen einbringen.

Zum Auftakt für das „Dialogverfahren Ostküstenleitung“ für den ersten Abschnitt wird in die Oldesloer Stormarnhalle geladen. Los geht es um 18 Uhr. Energiewendeminister Robert Habeck wird das dreieinhalbstündige Treffen eröffnen und die möglichen Trassen vorstellen.

Das Dialogverfahren für die zusammengefassten Abschnitte zwei und drei soll von Anfang März bis Mitte Juli 2015 stattfinden.

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