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„Heute Show“ zu „Verabschiedungskultur“ : Oliver Welke: Wählt lieber ein Schaf als Ingbert Liebing

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Aus der Onlineredaktion

„Verabschiedungskultur“: Das Wort wird Liebing lange verfolgen. In die Satire-Sendung „Heute Show“ hat er es geschafft.

Kiel | Dass Ingbert Liebings Vorschlag der „Verabschiedungskultur“ Wellen geschlagen hat, ist eigentlich schon eine paar Tage her. Nun aber hat der Wunsch des schleswig-holsteinischen CDU-Spitzenkandidaten, dass Medien auch die Abschiebung von Flüchtlingen im Fernsehen zeigen, noch einmal eine gehörige Portion Aufmerksamkeit bekommen. Allerdings in einer Form, die sich Liebing so nicht gewünscht haben kann: In der jüngsten Ausgabe der Satiresendung „Heute Show“ greift Moderator Oliver Welke das Thema des ihm „bisher völlig unbekannten“ Bundestagsabgeordneten ab Minute 6:18 auf.

Was Welke davon hält, ist deutlich: „Hallo Schleswig-Holstein, Moin Moin. Ihr wisst, normalerweise mische ich mich nicht ein in Eure Wahlkämpfe, was Ihr da oben macht, auf Eurer Wiese, wen juckts“, spricht er direkt in die Kamera und hält zunächst ein Bild von Liebing, dann das eines Schafes hoch: „Wählt auf keinen Fall diesen Mann. Der braucht Hilfe. Ist völlig egal, wen Ihr stattdessen wählt, von mir aus dieses Schaf.“

Ingbert Liebing war für eine direkte Stellungnahme heute nicht zu erreichen. Über eine Sprecherin des CDU-Landesverbands ließ er ausrichten, Welkes Satire habe ihn „sehr amüsiert“, er habe „herzhaft darüber gelacht“. Auf Twitter gibt es derweil einige Reaktionen auf die Aussagen des CDU-Spitzenkandidaten.

„Was Welke da gemacht hat, ist grandios“, bewertet derweil Manfred Degen die aktuelle Ausgabe der „Heute Show“. „Er hat es geschafft, den Widerspruch und das Humorpotenzial von Liebings Aussage zu erkennen und weiter zu entwickeln. Liebing ist mit dieser Verabschiedungs-Geschichte einfach beidfüßig in ein Fettnäpfchen gesprungen.“ Der Sylter Kabarettist und sh:z-Autor Degen kennt den ehemaligen Sylt-Oster Bürgermeister Liebing persönlich. Mitleid hat er mit dem CDU-Politiker zwar nicht, „aber ich finde es schade, dass er seine Chance, im kommenden Jahr die Wahl zu gewinnen, nun beschädigt hat.“ Denn Degen ist überzeugt: „Diese Geschichte wird ihm ab jetzt bei jedem Auftritt entgegen schlagen.“

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erstellt am 06.Okt.2015 | 10:24 Uhr

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