Stromleitung durch die Nordsee : Nordlink-Seekabel: Norwegen erteilt Lizenzen

Das Seekabel unter der Nordsee soll Norwegen und Deutschland verbinden.
Das Seekabel unter der Nordsee soll Norwegen und Deutschland verbinden.

Das Seekabel Nordlink durch die Nordsee kann gebaut werden. Mit Nordlink soll überschüssiger Strom aus Windkraft gespeichert werden.

shz.de von
13. Oktober 2014, 14:17 Uhr

Kiel | Der Weg für die erste Stromverbindung durch das Meer zwischen Deutschland und Norwegen ist frei. Die norwegische Regierung habe die erforderlichen Lizenzen für den Bau des Projekts Nordlink an den Netzbetreiber Statnett erteilt, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in Berlin mit. Das 623 Kilometer lange Gleichstrom-Seekabel soll eine Übertragungskapazität von 1400 Megawatt haben und bis 2019 errichtet sein.

Mit der neuen Leitung könnte verstärkt überschüssiger deutscher Windstrom nach Norwegen transportiert und bei Flauten Wasserkraft-Strom aus Norwegen importiert werden. Das funktioniert so: Mit dem Strom wird Wasser in riesige, natürliche Wasserspeicher in den norwegischen Bergen gepumpt, um dann - wenn in Deutschland kein Wind weht - große Turbinen anzutreiben. Die Stromproduktion soll dann durch das Kabel nach Deutschland zurückgeleitet werden

Nordlink, das von deutscher Seite vom Netzbetreiber Tennet und der staatlichen KfW-Bank verantwortet wird, gilt als wichtiges Neubauprojekt der Energiewende. Die Trasse soll von Büsum aus durch die Nordsee bis nach Südnorwegen führen. „Wir bauen Schleswig-Holstein zur Drehscheibe der Energiewende aus“, sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck im September: Die Westküstenleitung soll 2017/2018 fertig sein, die Ostseeküstenleitung 2021.

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