Geomar in Kiel : Nord-Regierungschefs wollen 100 Millionen Euro mehr für Meeresforschung

<p>Gruppenbild von der Konferenz der Nordländer: Erwin Sellering (SPD), Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsens, Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Carsten Sieling (SPD), Bürgermeister Bremens und Olaf Scholz (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs, vor dem Forschungsschiff Alkor (von links nach rechts).</p>

Gruppenbild von der Konferenz der Nordländer: Erwin Sellering (SPD), Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsens, Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Carsten Sieling (SPD), Bürgermeister Bremens und Olaf Scholz (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs, vor dem Forschungsschiff Alkor (von links nach rechts).

Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg und Niedersachsen wollen ein Forschungsnetzwerk einrichten.

shz.de von
24. März 2017, 15:58 Uhr

Kiel | Die Ministerpräsidenten der norddeutschen Länder fordern vom Bund eine Aufstockung der Mittel für die Meeresforschung auf 500 Millionen Euro. „Wir gehen in die Diskussion mit einer Forderung von 100 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr“, sagte Schleswig-Holsteins Regierungschef Torsten Albig nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern in Kiel. Neben den zusätzlichen Bundesmitteln wollen die Nord-Länder selbst weiteres Geld aus ihren Haushalten beisteuern.

Die Regierungschefs planen ein Forschungsnetzwerk der Einrichtungen im Norden. Sie seien keine Konkurrenten, sondern würden in der „Deutschen Allianz für Meeresforschung“ als gleichberechtigte Partner zusammen arbeiten,sagte Albig. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) glaubt an einen Erfolg der Initiative. „Die Chance dafür ist riesig“, sagte er. „Denn das Thema gewinnt an Bedeutung.“

Der Direktor des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Geomar, Peter Herzig, sprach vom Aufbau einer „European Ocean Agency oder nassen Nasa“. „Das geht natürlich nicht zum Nulltarif.“ Ein Drittel würde für gemeinschaftliche Groß-Expeditionen wie die Erkundung der Plastik-Teppiche im Pazifik verwendet. „Dafür brauchen wir mehrere Schiffe, die mehrere Monate daran arbeiten.“ Albig, Scholz sowie Carsten Sieling (Bremen), Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern) und Stephan Weil (Niedersachsen, alle SPD) waren von Kiel aus mit dem Forschungsschiff „Alkor“ zu Beratungen in See gestochen. Weiteres Thema an Bord war die Energiepolitik.

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