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Studie in Auftrag gegeben : Niedersachsen will neue Fährverbindung Brunsbüttel-Cuxhaven

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Von 1999 bis 2001 fuhren zuletzt Fähren zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven. Geht es nach Niedersachsens Wirtschafts-Staatssekretärin Daniela Behrens, soll das bald wieder so sein. Es gebe mehrere Interessenten.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 19:35 Uhr

Brunsbüttel | Die niedersächsische Landesregierung setzt sich für eine Fährverbindung über die Elbe zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein ein. „Es gibt mehrere ernsthafte Interessenten, die sich den Betrieb einer Fährverbindung dort vorstellen können“, teilte Wirtschafts-Staatssekretärin Daniela Behrens heute in Hannover mit. Bereits bis 1981 und von 1999 bis 2001 gab es dort eine Fähre, sie wurde wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit aber eingestellt.

Bis Ende des Jahres soll nun zunächst eine Studie erstellt werden, mit der die Kosten und Realisierungschancen für eine solche Verbindung ermittelt werden sollen. Das Land Niedersachsen könne den Bau eines Fähranlegers in Cuxhaven unterstützen, eine Finanzierung des laufenden Betriebs einer Fähre sei aber nicht denkbar, hieß es. Zuvor hatten Vertreter aus Cuxhaven, Schleswig-Holstein und der Hafengesellschaft NiedersachsenPorts mit dem Wirtschaftsministerium über das Thema geredet.

Die Kosten für die Studie trägt das Land Niedersachsen. In einer bereits vorliegenden Untersuchung wurde ein mögliches Verkehrsaufkommen überschlägig ermittelt. Darin sei Bedarf für eine Fährverbindung an der Unterelbe deutlich erkennbar, hieß es aus dem Ministerium in Hannover. In der Studie des Unternehmens BalticMarineConsult wird eine Verbindung mit zwei Schiffen zwischen den beiden Städten empfohlen.

Für einen rentablen Betrieb müsste es 17 Abfahrten täglich je Hafen geben, hatte BalticMarineConsult errechnet. Das Unternehmen geht davon aus, dass jährlich etwa 265.000 Autos, 48.000 Lastwagen und 625.000 Passagiere die Fähre nutzen könnten. „Die angedachte Fährverbindung kann eine echte Entlastung bringen - nicht nur für die Fähre in Glückstadt-Wischhafen, sondern auch für den Knotenpunkt Hamburg und bei einer künftigen Elbquerung einer Küstenautobahn 20“, erklärte Staatssekretärin Behrens.

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