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Treffen der Verkehrsminister : Neue Rader Hochbrücke: Rückenwind für Meyer aus Dänemark

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Die Dänen unterstützen einen Neubau über den Nord-Ostsee-Kanal – wenn er nötig wird. Dafür wolle sich Verkehrsministerin Pia Olsen Dyhr in Berlin einsetzen.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 07:15 Uhr

Husum | Noch steht das Gutachten über die Lebensdauer der Rader Hochbrücke aus. Sollte es zu dem Ergebnis kommen, dass Planungen für ein Ersatzbauwerk zeitnah anlaufen müssen – dann kann Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) bei den Finanzverhandlungen mit dem Bund mit massivem Rückenwind der dänischen Regierung rechnen. Das versicherte Dänemarks Verkehrsministerin Pia Olsen Dyhr gestern bei der achten Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission in Husum.

„Für diesen Fall würde ich in einen Dialog mit der Bundesregierung darüber eintreten, dass wir ein Ersatzbauwerk gerne sähen“, sagte die sozialistische Politikerin. Bereits während der Sperrung der Kanal-Querung für Lkw habe sie über den deutschen Botschafter in Kopenhagen das hohe Interesse Dänemarks an einer intakten A7 in Schleswig-Holstein kommuniziert. Olsen Dyhr und Meyer verständigten sich unisono auf das Bekenntnis: „Auch nach dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels bleibt die Jütlandroute die wichtigste Verkehrsachse zwischen Deutschland und Dänemark.“ Dies gelte sowohl für die Autobahn als auch die Schiene.

Der Kieler Ressort-Chef betonte, dass er Dänemark beim Zeitplan zur Fehmarnbelt-Querung „eindeutig besser aufgestellt“ sieht als Deutschland. Er äußerte Zweifel, „ob wir bis 2020/21 bei den Hinterlandanbindungen alles umgesetzt bekommen, was der Staatsvertrag vorsieht“. Meyer bezog dies sowohl auf „eine Trassenführung der Bahn, die Akzeptanz findet“, als auch auf eine neue Fehmarnsundbrücke. Erst die jetzige Landesregierung habe einen Ersatz für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Olsen Dyhr bekräftigte Dänemarks Streben nach einer voll funktionsfähigen Fehmarnbelt-Querung: „Es ist wichtig, dass Deutschland mit den Plänen voranschreitet. Das werde ich auch mit meinem zukünftigen bundesdeutschen Kollegen besprechen.“

Ein weiteres Thema waren die Behinderungen durch den 2014 beginnenden Ausbau der A7 zwischen Hamburg und dem Bordesholmer Dreieck. Meyer kündigte dazu eine Informationsveranstaltung am 13. Januar in Flensburg mit breiter dänischer Beteiligung an.

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