Miesmuschel-Fischerei : Nationalpark Wattenmeer: Einigung im Muschel-Streit

Miesmuscheln sind leicht an ihrer Farbe und Form zu erkennen.
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Miesmuscheln sind leicht an ihrer Farbe und Form zu erkennen.

Die Vereinbarung soll der Miesmuschelfischerei eine sichere Zukunft in dem hochsensiblen Naturraum geben.

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13. Juli 2015, 13:52 Uhr

Kiel | Nach zähen Verhandlungen haben sich Naturschützer, Muschelfischer und der zuständige Minister Robert Habeck (Grüne) auf gemeinsame Eckpunkte zur Muschelnutzung im schleswig-holsteinischen Nationalpark Wattenmeer verständigt.

Die Gespräche über die Miesmuschelfischerei im Nationalpark laufen schon seit vielen Monaten und standen nicht nur einmal kurz vor dem Abbruch. Die Muschelfischer fühlten sich wiederholt zu weitergehenden Einschränkungen gedrängt. Dabei sind ihnen bis zum Jahr 2026 acht Lizenzen (280.000 Euro Lizenzgebühren) und 2000 Hektar Kulturflächen vertraglich zugesichert. Die Muschelfischerei ist Naturschützern ein Dorn im Auge.

Der Weg dahin sei ein sehr schwieriger gewesen, sagte Habeck am Montag in Kiel nach der Unterzeichnung der Vereinbarung. Der Kompromiss sei der Bereitschaft aller Seiten zu verdanken, über ihren Schatten zu springen und einen langjährigen verhärteten Konflikt beizulegen.

Die Vereinbarung mit einer Laufzeit von 15 Jahren soll der Miesmuschelfischerei eine sichere Zukunft in dem hochsensiblen Naturraum geben.

Die Muschelfischerei ist eine traditionelle Nutzung des Wattenmeeres im Sinne des Nationalparkgesetzes.

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