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Schwimmbad in Norderstedt : Nach sexuellen Übergriffen: Arriba führt „Frauen-Rutschzeiten“ ein

vom

Der Schwimmbadbetreiber zieht Konsequenzen. Ein neues Sicherheitskonzept soll vor erneuten Übergriffen schützen.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 13:45 Uhr

Norderstedt | Nach einem schweren sexuellen Übergriff auf einer Wasserrutsche hat das Erlebnisbad in Norderstedt (Kreis Segeberg) Konsequenzen angekündigt. Das Bad wolle spezielle Rutschzeiten für Kinder, Jugendliche und Frauen testen - Männer dürften zu diesen Zeiten dann nicht mehr rutschen, berichtete NDR 1 Welle Nord. Zudem sollen künftig mehr und auch als Badegäste getarnte Sicherheitsleute eingesetzt werden. „Die schwimmen hier durch die Gegend“, zitierte der Sender den Center-Manager des Bades.

Außerdem sollen weitere Kameras installiert sowie Piktogramme aufgehängt werden. Sie sollen zeigen, dass das Anfassen von Badegästen gegen deren Willen verboten ist.

In dem Hallenbad sollen der Polizei zufolge ein 14-jähriger Jugendlicher und ein 34 Jahre alter Mann zwei weibliche Badegäste an der Rutsche sexuell genötigt haben. Eine 14-Jährige und eine 18-Jährige hatten sich nach dem Vorfall am Sonntag an das Sicherheitspersonal gewandt.

Gegen die Beschuldigten wurde Haftbefehl wegen des Verdachts der Vergewaltigung erlassen. Der Vorwurf bezieht sich nach Angaben von Oberstaatsanwalt Axel Bieler auf Paragraf 177 Absatz 2 im Strafgesetzbuch. Demnach gehe es um einen sexuellen Übergriff, der mit Gewalt erzwungen wird und besonders erniedrigend sein muss. Der Täter müsse in den Körper des Opfers eindringen, egal womit. Üblicherweise werde darunter das Erzwingen des Geschlechtsakts verstanden, sagte Bieler. „Das ist hier sicherlich nicht der Fall gewesen. Es ist eine der anderen Varianten.“

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