Platt, Friesisch und Dänisch : Minderheitensprachen sollen Amtssprachen in SH werden

Sogar Kim Schmidt's „Local Heroes“ können vier Sprachen: Deutsch, Dänisch, Plattdeutsch und Friesisch. Demnächst könnten die Ämter eine ähnliche Sprachvielfalt aufweisen.
Sogar Kim Schmidt's „Local Heroes“ können vier Sprachen: Deutsch, Dänisch, Plattdeutsch und Friesisch. Demnächst könnten die Ämter eine ähnliche Sprachvielfalt aufweisen.

Wer auf dem Amt seinen Bauantrag auf Friesisch einreicht, kann bislang zu einer Übersetzung verpflichtet werden. Das könnte sich bald ändern.

shz.de von
27. April 2015, 12:55 Uhr

Kiel/Kil | Platt, Friesisch und Dänisch könnten offizielle Amtssprachen in Schleswig-Holstein werden. Es gebe entsprechende Pläne, sagte der Sprecher des Innenministeriums am Montag in Kiel. Wann sich das Kabinett mit dem Thema befasse, sei aber noch unklar. Demnach sei der Vorstoß Teil des Handlungsplans Sprachenpolitik, sagte die Landes-Minderheitenbeauftragte Renate Schnack.

Nach der bisherigen Formulierung im Landesverwaltungsgesetz ist die einzige Amtssprache deutsch. Das bedeutet, wenn bei einer Behörde in einer fremden Sprache beispielsweise Anträge gestellt oder Urkunden vorgelegt werden, kann die Behörde eine Übersetzung verlangen.

In begründeten Fällen kann sogar die Vorlage einer beglaubigten Übersetzung verlangt oder von der Behörde eine solche auf Kosten der Antragsteller beschafft werden. Künftig soll dies den Plänen zufolge für beispielsweise Beschwerden und Bauanträge zumindest auf Plattdeutsch, Friesisch oder Dänisch kostenfrei für den Bürger sein.

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