Politischer Aschermittwoch der SPD : Marne: Ralf Stegner greift Herausforderer an

Ralf Stegner, SPD-Fraktions- und Parteivorsitzender in Schleswig Holstein und stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei, steht beim politischen Aschermittwoch der Nord-SPD auf der Bühne, rechts die Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen.

Ralf Stegner, SPD-Fraktions- und Parteivorsitzender in Schleswig Holstein und stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei, steht beim politischen Aschermittwoch der Nord-SPD auf der Bühne, rechts die Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen.

Rundumschlag: Stegner kritisierte Wolfgang Kubicki (FDP) und Robert Habeck (Grüne) für ihren Umzug nach Berlin.

shz.de von
14. Februar 2018, 21:01 Uhr

Marne | Mit scharfen Angriffen auf die anderen Parteien hat die schleswig-holsteinische SPD ihren politischen Aschermittwoch in Marne begangen. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 6. Mai gerieten die Reden des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Ralf Stegner und der parlamentarischen Geschäftsführerin der Landtagsfraktion, Birgit Herdejürgen, zum Rundumschlag gegen die politischen Gegner.

 

Stegner kritisierte in der 21. Auflage des politischen Aschermittwochs der SPD in Schleswig-Holstein unter anderem den Entschluss von Wolfgang Kubicki (FDP) und von Robert Habeck (Grüne), die politische Bühne in Kiel zu verlassen. Kubicki nannte er einen Paladin – also einen mit besonderer Würde ausgestatteten Ritter. „Was will der weit weg in Berlin?“ Der „smarte Robert“ sei am Ostseestrand der grüne König. Doch auch er wolle sich „vom Acker machen“. Dann sei der arme (Ministerpräsident Daniel) Günther (CDU) ganz allein zuhaus.

 

Mit einer Gesangseinlage verteidigte Stegner vor den gut 300 Gästen im Hotel „Am alten Bahnhof“ gleichzeitig die anvisierte große Koalition in Berlin: „Wir sind auch keine Zwerge, wir haben 'ne Idee. Wir versetzen Berge, wir bleiben SPD“, hieß es in einem Refrain. Um zu enden mit einem fast nachdenklichen: „Es kommt sowieso nie so, wie es der Sozi möcht.“

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