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Wahlkreis Dithmarschen-Schleswig : Liebing schreibt Brief an CDU-Mitglieder: Kein „Anstand und Fairplay“

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Die CDU in SH ist in Aufruhr - und steht wegen Mitgliederwerbung und Kandidatenaufstellung in der Kritik.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 22:14 Uhr

Angesichts der Unruhe in der Nord-CDU um die Kandidatenaufstellung zur Landtagswahl im Wahlkreis Dithmarschen-Schleswig hat sich Landeschef Ingbert Liebing nun an die Funktions- und Mandatsträger der Partei gewandt. In einem am Dienstag veröffentlichten Brief fordert er fairen Umgang miteinander und das Einhalten der Regeln des Anstandes.

Damit macht Ingbert Liebing offenbar seinem Frust Luft. Die CDU hat ein Imageproblem, bei dem es um das gezielte Anwerben von Neumitgliedern als Unterstützer für Kandidatenaufstellungen geht.

„Das Werben von Mitgliedern nur für einen bestimmten Termin mit dem Hinweis, man könne danach auch wieder austreten, entspricht nicht meinem Verständnis von Anstand und Fairplay“, schrieb Liebing. „Wer so etwas tut, schadet dem Ansehen der CDU und den vielen tausend Mitgliedern, die ihre Mitgliederrechte in der CDU wahrnehmen.“

Hintergrund sind mindestens zwei Vorfälle. Zum einen hatte in dem Wahlkreis Erfdes Bürgermeister Thomas Klömmer auch deshalb gewonnen, weil er die Stimmen von 80 kurz zuvor eingetretenen Neu-Mitgliedern bekam. Klömmer hatte solche Unterstützer auch zu einem nur vorübergehenden Parteieintritt ermuntert. 

Außerdem hat ein CDU-Funktionär und Unternehmer bei Fußballern eines von ihm gesponserten Vereins in der Kabine um Unterstützung der Landtagsabgeordneten Heike Franzen gebeten, die dann aber Klömmer unterlag. Der Mann brachte nicht nur Aufnahmeanträge mit, sondern auch gleich Austrittsformulare. Und ererklärte, er übernehme die Mitgliedsbeiträge. Fünf Spieler folgten diesem Vorschlag.

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