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Christian von Boetticher : Liebes-Affäre mit Schülerin

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Der CDU-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Christian von Boetticher, hatte ein Verhältnis mit einer 16-Jährigen. Tritt er heute zurück?

Kiel | Es war eine große Liebe, eine Liebe mit einem 16-jährigen Mädchen. Dr. Christian von Boetticher (40), Hoffnungsträger der schleswig-holsteinischen CDU, im Glück. Doch die Liebe hielt nicht lange. Der Politiker trennte sich von dem Mädchen, bevor er im Frühjahr 2010 CDU-Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten wurde. Jetzt wird der Politiker von der Liebes-Affäre eingeholt, tritt heute womöglich von all seinen Ämtern zurück. Als CDU-Landesvorsitzender, als Fraktions-Vorsitzender und als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten.

 Seine Trennung von dem Mädchen, das nicht aus Schleswig-Holstein stammt, soll menschlich vernünftig gelaufen sein – so heißt es jedenfalls  im Umfeld. Seit Freitag brennt es nun in Schleswig-Holsteins CDU. Denn die Liebesaffäre zwischen dem Spitzenkandidaten und der heute 17-Jährigen soll jetzt bei einem großen Boulevard-Blatt gelandet sein. Eine Story, die für den CDU-Hoffnungsträger das politische Ende bedeuten könnte.

Um den Schaden für die Union in Grenzen zu halten, hat sich dem Vernehmen nach bereits die Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel eingeschaltet und der Landespartei von Boettichers Rücktritt nahegelegt. Hinter den Kulissen der Kieler CDU wird dennoch  an einer möglichen Rettung des Kandidaten gearbeitet. Ein Kommunikations-Profi ist angeheuert, die Telefone zwischen den Mächtigen im Land stehen nicht mehr still. Für heute, 18 Uhr, hat der Parteivorsitzende und Spitzenkandidat von Boetticher den Geschäftsführenden Landesvorstand in Kiel zu einer Krisensitzung einberufen. Parteivize Angelika Volquartz soll auf das Treffen gedrungen haben. Anschließend will von Boetticher eine Erklärung abgeben. Er sehe sich dazu „veranlasst, weil er sich mit Gerüchten und daraus resultierenden Wertungen konfrontiert sieht, die zum Teil auf Spekulationen beruhen, die seine Privatsphäre berühren“, ließ der Bedrängte am Abend wissen.

Beobachter in Kiel rechnen fest damit, dass von Boetticher heute seinen Rückzug aus allen Ämtern verkünden wird. „Er weiß, dass er einen großen Fehler gemacht hat“, sagte ein Mitglied des Landesvorstandes zu Schleswig-Holstein am Sonntag. Selbst Regierungschef Peter Harry Carstensen – von Boettichers Vorgänger als Landesvorsitzender und dessen politischer Ziehvater–  ging auf Distanz zu von Boetticher.

In der zweiten Juli-Woche habe er von der Beziehung zu dem Mädchen gehört und von Boetticher in Gesprächen empfohlen, „die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.“ Der Vorgang habe „mehr als eine nur rechtliche Dimension“. Was Ministerpräsident Carstensen kryptisch formuliert, liegt auf der Hand. Strafrechtlich ist von Boettichers Verhältnis mit einer 16-Jährigen nicht  zu beanstanden. Vorausgesetzt, die Eltern des Mädchens hatten nichts gegen die Beziehung. 

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erstellt am 14.Aug.2011 | 08:00 Uhr

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