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Elbe : Lauenburg: Hochwasserschutz soll 19 Millionen Euro kosten

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Seit Jahren wird über besseren Hochwasserschutz für Lauenburg gestritten. Nun scheint eine Lösung in Sicht.

Lauenburg/Kiel | Die geplante Verbesserung des Hochwasserschutzes der Lauenburger Altstadt kostet voraussichtlich knapp 19 Millionen Euro. „Die Baukosten für den klassischen Altstadtbereich liegen bei 16 Millionen Euro“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch. Hinzu kämen etwa 2,5 Millionen Euro Investitionskosten. „Da ist vielleicht aber noch etwas einzusparen.“ Inklusive weiterer - zum Teil bereits erfolgter Schutzmaßnahmen wie im Bereich des Stecknitzdeiches und der Palmschleuse - liegen die Gesamtkosten demnach bei 34 Millionen Euro.

Seit Jahren wird darüber gestritten, wie viel der Hochwasserschutz kosten darf. Während die Lauenburger von einem effektiven, statt von einem günstigen und angemessenen Hochwasserschutz sprachen, das Land Schleswig-Holstein zögerte.

Faktisch könne die Arbeit sofort beginnen, sagte Habeck. Zuvor seien aber Ausschreibungen nötig. „Nach meiner Schätzung kann in Lauenburg in zwei Jahren gemörtelt werden.“ Er wollte sich nicht konkret festlegen, wie lange die Arbeiten dauern werden. Grundlage der Pläne sind die Ergebnisse von zwei Gutachten zum geologischen Schichtaufbau und der Tragfähigkeit des Untergrundes, deren Ergebnisse am Mittwochabend in Lauenburg vorgestellt werden sollten.

Angedacht ist eine Kombination aus der Ertüchtigung bestehender Mauern und dem abschnittsweisen Bau einer 9,50 Meter hohen, vorgesetzten Mauer. Sie soll im Notfall um weitere 1,5 Meter durch Aufsätze erweitert werden können. Ziel ist es laut Habeck, dass der „Wohnraum in der Lauenburger Altstadt künftig trocken bleibt, das Möbelrücken wegfällt“.

Um einen nachhaltigen Hochwasserschutz der direkt an der Elbe gelegenen Stadt wird besonders seit dem Hochwasser 2013 gestritten. Im Juni waren damals Teile der tief gelegenen Altstadt überflutet worden: Mehrere hundert Anwohner mussten deshalb für eine Woche ihre Häuser verlassen.

Vor gut einem Jahr hatte das Umweltministerium in Kiel die beiden Baugrunduntersuchungen in Auftrag gegeben. Dabei ging es besonders um die Frage, ob der Elbhang möglicherweise vom Abrutschen bedroht ist und ob Spundwände das verhindern könnten. Die Experten sind der Ansicht, eine Spundwand müsse nicht gebaut werden. Laut Gutachten rutsche der Elbhang nicht, auch nicht bei Hochwasser, sagte Habeck. „In der Konsequenz dessen ist auch die vorgesehene Promenade kein Bestandteil des Sicherungskonzeptes mehr.“ Lauenburgs Erster Stadtrat Jens Meyer bezeichnete die Altstadt als Kulturdenkmal. „Dieses bedarf eines besonderen Schutzes“, sagte er. Aus Sicht der Kommune spiele dabei keine Rolle, ob dieses Projekt „5, 10, 20 oder 30 Millionen Euro kostet“.

Nach Ministeriumsangaben tragen Bund und Land zusammen 80 Prozent der Kosten. Den Rest müssen die Stadt Lauenburg beziehungsweise die Anwohner beisteuern. „Unser Ziel ist es, dass die Bürger nicht mit den kompletten 20 Prozent belastet werden“, sagte Meyer.

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erstellt am 09.Mär.2016 | 19:30 Uhr

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