Debatte in Kiel : Land soll UKSH Schulden abnehmen

Die chirurgische Klinik des UKSH in Kiel.
Die chirurgische Klinik des UKSH in Kiel.

250 Millionen Euro - so hoch sind die Schulden des Universitätsklinikums in Kiel. Die Landesregierung ist bereit zu helfen - unter bestimmten Bedingungen.

shz.de von
20. Juni 2014, 07:14 Uhr

Einen Schuldenberg von rund einer Viertelmilliarde Euro hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in den vergangenen Jahrzehnten angehäuft. Jetzt hofft das Großunternehmen mit 11.800 Mitarbeitern und 2500 Patientenbetten auf Hilfe des Landes, um wieder Luft zu bekommen. Unter Bedingungen ist die Landesregierung offenkundig bereit, dem UKSH Schulden abzunehmen.

Dies fordert auch die FDP mit einem Antrag, über den das Parlament am Freitag diskutiert. Finanzministerin Monika Heinold hatte bereits vor einigen Monaten eine entsprechende Bereitschaft signalisiert. Ziel sei es, das Klinikum durch Schuldenübernahme von Zinszahlungen zu entlasten. Grundlage dafür müsse aber sein, dass das UKSH wirtschaftlich arbeitet. Es dürfe keine weiteren Schulden aufbauen. Einen Sanierungsplan erwartet Heinold im September. Sie rechne mit deutlich höheren Sanierungskosten als den bisher veranschlagten 540 Millionen Euro, sagte Heinold.

Auch die FDP hat Bedingungen für eine Schuldenübernahme durch das Land gestellt. So dürfe es keine weitere Arbeitsverdichtung für die Beschäftigten geben; Top-Qualität bei Forschung, Lehre und Patientenversorgung müssten gewährleistet werden. Das Universitätsklinikum müsse auch genau auflisten, wie viel Geld es in diesen Teilbereichen einnimmt und ausgibt. Am letzten Tag der Landtagssitzung stehen noch diverse weitere Themen auf der Tagesordnung. Dazu gehören die Situation der Opfer des Elbe-Hochwasser vor einem Jahr in der Stadt Lauenburg und die Lage der HSH Nordbank.

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