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Nach dem Insolvenzantrag : Land SH will nicht in Flughafen Lübeck-Blankensee investieren

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Die zweite Pleite in zwei Jahren: Für den Flughafen Lübeck-Blankensee läuft die Insolvenz. Die Regierung lehnt Investitionen ab. Allerdings würde sie auf andere Art und Weise helfen.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2015 | 11:27 Uhr

Lübeck | Die schleswig-holsteinische Landesregierung schließt Landesmittel für den erneut in Schieflage geratenen Lübecker Flughafen Blankensee aus. „Wir haben klar gesagt, dass wir keine Investitionen am Flughafen tätigen werden“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Freitag. Der Airport für Fernflüge sei aus Sicht der Koalition Hamburg-Fuhlsbüttel. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Der Geschäftsführer des Airports, Peter Steppe, hatte am Mittwoch beim Amtsgericht Lübeck Insolvenzantrag gestellt. Peter Steppe ist einer der beiden Geschäftsführer der Betreibergesellschaft PuRen GmbH. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Lübeck den Rechtsanwalt Klaus Pannen erklärt. Bereits am Donnerstag meldete sich daraufhin ein Interessent aus dem europäischen Ausland beim vorläufigen Insolvenzverwalter.

Für den Flughafen Lübeck ist es bereits die zweite Pleite innerhalb kürzester Zeit. Im April vergangenen Jahres war die damalige Betreiberin, die Yasmina Flughafenbetriebsgesellschaft eines deutsch-ägyptischen Unternehmers, in die Pleite gerutscht.

Gleichwohl sei die Regierung bereit, bei Genehmigungsverfahren und Vermarktungsfragen zu helfen, sagte Meyer. „Aber wir werden kein zusätzliches Geld reingeben.“ Nach Ansicht des SPD-Politikers ist derzeit vor allem der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Pannen gefordert. „Ich hoffe, dass er sich um eine tragfähige Lösung bemüht. Dann werden wir sehen, was man tun kann für den Standort Lübeck.“

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