Schleswig-Holstein : Land erhöht den Mindestlohn auf 9,99 Euro pro Stunde

Ministerpräsident Torsten Albig.
Ministerpräsident Torsten Albig.

Torsten Albig teilte das beim Neujahrsempfang seiner Partei mit. Eigentlich sollte der Lohn eingefroren werden.

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17. Januar 2017, 20:53 Uhr

Kiel | Das Kieler Kabinett hat sich am Dienstag darauf verständigt, den vergaberechtlichen Mindestlohn auf 9,99 Euro anzuheben. Das teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig der SPD-Fraktion am Dienstag beim Neujahrsempfang seiner Partei mit. Begründet wird die Erhöhung mit der Angleichung des Mindestlohns an den niedrigsten Eingangstarif bei der Bezahlung im öffentlichen Dienst.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hatte diesen Schritt bereits im November angekündigt. Bisher lag der Mindest-Stundenlohn, den das Tariftreue- und Vergabegesetz des Landes vorschreibt, bei 9,18 Euro. Ein Gutachten, das die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte, empfahl eigentlich, den Mindestlohn bei 9,18 Euro einzufrieren. Wirtschaftsminister Meyer selbst hatte in der Vergangenheit noch angekündigt, dass der Mindestlohn im Land an den gesetzlichen Mindestlohn im Bund angeglichen werden soll.

Der gesetzliche Mindestlohn ist Anfang des Jahres von 8,50 Euro auf 8,84 Euro gestiegen. Der Abstand zwischen dem Bundes- und dem Landesmindestlohn ist damit nochmals gewachsen – von 0,68 Euro auf jetzt 1,06 Euro.

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