Elbtunnel bei Glückstadt : Küstenautobahn A20 teurer als gedacht

An der A23 bei Lägerdorf steht diese Skulptur, die auf den Weiterbau der A20 hinweisen soll.
An der A23 bei Lägerdorf steht diese Skulptur, die auf den Weiterbau der A20 hinweisen soll.

Schleswig-Holstein hat sich bei dem Elbtunnel bei Glückstadt verschätzt: Das schreibt der Bundesrechnungshof in einem Bericht.

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19. Juli 2014, 11:29 Uhr

Hannover | Die von Niedersachsen und Schleswig-Holstein geplante Küstenautobahn A20 wird möglicherweise teurer als bisher geplant. Das berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf einen noch unveröffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofs. Der kommt zu dem Schluss, dass der Bund die Baukosten deutlich unterschätzt. Die Feststellung der Rechnungsprüfer bezieht sich demnach vor allem auf den vorgesehenen neuen Elbtunnel.

Allein die Flussquerung zwischen Drochtersen im Landkreis Stade und Glückstadt in Schleswig-Holstein werde mindestens 1,5 Milliarden Euro kosten. Zuletzt war von 1,3 Milliarden Euro für die 6,5 Kilometer lange Elbquerung die Rede gewesen.

„Gestützt auf die Herstellungskosten der vierten Elbtunnelröhre bei Hamburg sieht der Bundesrechnungshof ernstzunehmende Hinweise, dass die Straßenbauverwaltung Schleswig-Holstein die Herstellungskosten für den geplanten Elbtunnel bei Glückstadt um fast 60 Prozent unterschätzt“, heiße es in dem Bericht.

Für Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) ist der Bau der A20 ein Projekt von europäischer Dimension. Vor allem die Wirtschaft und auch die Seehäfen pochen auf die Fertigstellung der A20, die von Holland über Norddeutschland nach Polen führt.

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