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FDP im Umbruch : Kubicki will Vize werden, nicht General

vom

Die FDP sucht Retter, Wolfgang Kubicki steht zur Verfügung. Unter den zwei möglichen Posten in Berlin entscheidet sich der Kieler FDP-Fraktionschef für den des stellvertretenden Parteichefs unter Christian Lindner.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 12:02 Uhr

Der Kieler FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki möchte stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei werden und strebt nicht den Posten des Generalsekretärs an. Der 61-Jährige werde sich auf dem nächsten Parteitag als Bundesvize bewerben, sagte eine Parteisprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Kiel. Kubicki habe dies am Vorabend auch den Delegierten eines Kleinen Parteitages der Nord-FDP mitgeteilt.

Am Montag war Kubicki in Berlin auch als möglicher Generalsekretär im Gespräch gewesen. Die FDP steht nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Klausel vor einem personellen Umbruch an der Parteispitze. Neuer Parteichef als Nachfolger Philipp Röslers soll der bisherige FDP-Vize und NRW-Landesvorsitzende Christian Lindner (34) werden. Auch Kubicki hatte am Montag vor einer Präsidiumssitzung für Lindner plädiert. Beide Politiker hatten die FDP im vergangenen Jahr bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zum Erfolg geführt und damit eine Niederlagenserie der Partei gestoppt.

Lindner hatte am Montag nach einer Krisensitzung des Bundesvorstands angekündigt, dass er neuer Parteivorsitzender werden will. „Es kann kein Weiter-so geben!“, rief er – und versprach: „Ich will dieser liberalen Partei den Respekt zurückholen.“ Indirekt warf  er damit dem noch amtierenden Chef Rösler vor, eben diesen Respekt verspielt zu haben. Lindner will künftig zudem klare Positionen statt lautem Krawall: „Vor lauter Schärfe in der Abgrenzung haben wir in den vergangenen Jahren unser eigenes Profil vernachlässigt“, kritisierte er. Das erklärte Ziel seiner Neuausrichtung: „Bei der nächsten Bundestagswahl werden wir dem Parlament wieder angehören.“ Schließlich habe man es in einigen Ländern auch geschafft, nach einem Ausscheiden später wieder ins Parlament einzuziehen, sagte Lindner.

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