Kieler entscheiden über Flughafen : Kommunalwahl in Schleswig-Holstein: Rege Beteiligung in den Wahllokalen

Aus der Kommunalwahl 2013 war die CDU mit 38,9 Prozent landesweit klar als stärkste Kraft hervorgegangen.  
Aus der Kommunalwahl 2013 war die CDU mit 38,9 Prozent landesweit klar als stärkste Kraft hervorgegangen.  

Damit der Tag für Freizeit und Familie genutzt werden kann, gingen viele Wähler bereits am frühen Morgen zu Urne.

shz.de von
06. Mai 2018, 13:23 Uhr

Die Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein sind am Sonntag mit einer höheren Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren gestartet. In den ersten drei Stunden nach Öffnung der Wahllokale hätten 18,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Büro des Landeswahlleiters mit. 2013 waren es um 11.00 Uhr erst 12,9 Prozent gewesen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ging in Eckernförde an die Wahlurne, SPD-Landeschef Ralf Stegner folgte wenig später in Bordesholm.

Aus der Kommunalwahl 2013 war die seit 2017 gemeinsam mit Grünen und FDP auf Landesebene regierende CDU mit 38,9 Prozent landesweit klar als stärkste Kraft vor der SPD mit 29,8 Prozent hervorgegangen. Es folgten Grüne (13,7 Prozent), FDP (5,0), Wählergemeinschaften (4,8), SSW (2,9) und Linke (2,5).

2,4 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein sind aufgerufen, über die Zusammensetzung der Gemeindevertretungen und die Parlamente der elf Kreise zu entscheiden. Abgestimmt wird in 1080 kreisangehörigen Gemeinden und den kreisfreien Städten Kiel. Parallel zur Kommunalwahl entscheiden die Kieler am Sonntag per Bürgerentscheid über die Zukunft des örtlichen Flughafens.

Die Abstimmung gilt auch als Bewährungsprobe für die Kieler Jamaika-Koalition. Die Landtagswahl vor einem Jahr hatte die Union als stärkste Kraft gewonnen und anschließend gemeinsam mit FDP und Grünen ein Regierungsbündnis unter Führung der SPD abgelöst. „Bei der Kommunalwahl entscheidet in erster Linie der Einsatz der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker vor Ort“, sagte CDU-Landeschef und Ministerpräsident Günther. „Die Menschen im Land sehen aber auch, dass unsere Koalition in Kiel gute Arbeit macht.“

SPD-Landeschef Stegner machte sich angesichts des bundesweiten Stimmungstiefs seiner Partei keine Illusionen, demonstrierte aber Kampfbereitschaft: „Der Landesverband kann kämpfen. Wir können auch gegen den Wind Erfolge haben.“ Ende vergangenen Jahres hatte sich SPD-Mann Jan Lindenau bei der Lübecker Oberbürgermeisterwahl durchgesetzt.

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