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Kernkraft in SH : Kommt der Atommüll nach Brokdorf oder Krümmel?

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Radioaktive Fracht: Umweltminister Habeck signalisiert Bereitschaft für eine Aufnahme von Castoren in Schleswig-Holstein. Gegen das lange gehandelte AKW Brunsbüttel sprechen laut einem Medienbericht juristische Probleme.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Kiel/Berlin | Hochradioaktive Atommüll-Castoren aus dem englischen Sellafield könnten nach einem Bericht der „Tageszeitung“ (TAZ) in den schleswig-holsteinischen Kernkraftwerken Brokdorf oder Krümmel untergebracht werden. Die TAZ zitierte am Mittwoch aus einem ihr vorliegenden internen Papier des Bundesumweltministeriums. Danach sollen von bundesweit ursprünglich 14 möglichen Standorten noch etwa die Hälfte in Frage kommen. Deutschland muss ab 2017 21 Castoren aus dem englischen Sellafield zurücknehmen. Gegen das lange gehandelte AKW Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sprächen juristische Probleme.

Laut TAZ kommen auch die AKW Grohnde und Emsland (Niedersachsen), Biblis (Hessen) und Isar in Frage.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) bekräftigte am Mittwoch in Kiel die Bereitschaft Schleswig-Holsteins, einen Teil der Castoren aufzunehmen. Zum TAZ-Bericht, den er zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte, wollte er sich nicht äußern. Habeck hielt dem Bundesumweltministerium vor, seine Hausaufgaben nicht gemacht zu haben. Der damalige Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) habe zugesagt, Favoriten für die Castoren-Zwischenlagerung zu finden. Dies sei bisher nicht passiert. Bund und Länder wollen bis Mitte April die Lagerorte für die Castor-Behälter festlegen.

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