Energie-Dialog in Hamburg : "Kieler Erklärung" für neue Energiepolitik

Welchen Weg geht Energiepolitik in Norddeutschland? Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben zumindest beschlossen, gemeinsam an dieser Frage zu arbeiten.

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20. Februar 2011, 04:30 Uhr

Rund 100 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden haben bei einem Meinungsaustausch eine "Kieler Erklärung" zur Energiepolitik verabschiedet. Sie nahmen am Sonnabend an einer Veranstaltung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Schleswig-Holstein und des Bezirks Nord des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) teil. Die Unterzeichner wollen zur künftigen Energiepolitik Lösungen organisieren, "die von möglichst großen Teilen der Menschen getragen werden".
Zu den Erstunterzeichnern gehören nach Angaben der Gewerkschaften unter anderem der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Kieler Landtag, Jens Magnussen, und sein SPD-Kollege Olaf Schulze sowie der Vorstandschef der RWE Innogy, Prof. Fritz Vahrenholt.
Erneuerbare Energie soll gefördert werden
Lösungsansätze für viele offene Fragen, wie beispielsweise der Transport von Strom zwischen Energie erzeugenden und Energie abnehmenden Regionen, kommen in den meisten Konzepten leider zu kurz, heißt es in der Erklärung. "Technologische Zukunftshoffnungen, etwa auf die Speicherung von Strom, werden ungeachtet noch längst nicht gemeisterter technologischer Herausforderungen vorweggenommen." Norddeutsche Energiepolitik müsse darauf ausgerichtet werden, die erneuerbare Energie zu fördern und weiter auszubauen.
Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass Norddeutschland als Industriestandort von einer "verlässlichen ökologisch vertretbaren und kostengünstigen Energieversorgung abhängig ist". Die Unterzeichner wollen den Weg zu einem energiepolitischen Konsens "ernsthaft fortsetzen".
(lno, shz)

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