Marine-Standort SH : Kein U-Boot einsatzfähig: Daniel Günther kritisiert Ausrüstung bei der Bundeswehr

Daniel Günther: „Wir dürfen es nicht klaglos hinnehmen, wie unsere Soldaten an den Grenzen ihrer Einsatzfähigkeit arbeiten müssen“.
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Daniel Günther: „Wir dürfen es nicht klaglos hinnehmen, wie unsere Soldaten an den Grenzen ihrer Einsatzfähigkeit arbeiten müssen“.

Ministerpräsident Daniel Günther ist nicht zufrieden mit der Ausstattung der Bundeswehr.

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13. Februar 2018, 21:06 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther kritisiert, dass bei der Deutschen Marine derzeit kein einziges U-Boot einsatzfähig sei. „Wir dürfen es nicht klaglos hinnehmen, wie unsere Soldaten an den Grenzen ihrer Einsatzfähigkeit arbeiten müssen“, erklärte der CDU-Politiker nach Angaben der Staatskanzlei zum Jahresempfang der Bundeswehr am Dienstag. So gefragt wie die Bundeswehr im internationalen Verbund sei, so selbstverständlich müsse es sein, die Soldaten auch gut auszurüsten.

Auch nach Einschätzung der Bundesregierung ist die Bundeswehr für neue Herausforderungen derzeit nicht optimal gewappnet. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD) hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt, es sollten keine zusätzlichen Marine-Einsätze für Nato, EU oder UN hinzukommen. Denn der Deutschen Marine „gehen die einsatzfähigen Schiffe aus“. Gründe dafür seien Ersatzteilmangel und Bürokratie.

Günther würdigte den Angaben zufolge die Zusammenarbeit im Land. „Die zivile und die militärische Hilfe greifen im Krisenfall ineinander.“ Das sei gut eingeübt in Schleswig-Holstein. Mit fast 15.000 Soldaten und rund 6500 zivilen Mitarbeitern wachse die Bundeswehr im Land inzwischen wieder, äußerte Günther. Dazu gehöre auch zwingend eine gute Ausrüstung. Ein gutes Signal sei es, dass der Bund gut 400 Millionen Euro in den U-Boot-Stützpunkt Eckernförde investiere. „Die Bundeswehr ist und bleibt in Schleswig-Holstein willkommen“, betonte der Regierungschef.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es in der Überschrift „Daniel Günther erteilt Bundeswehr einen Rüffel“. Diese Überschrift war missverständlich zu dem, was Ministerpräsident Daniel Günther tatsächlich zum Ausdruck bringen wollte und wurde daher geändert.

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