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Grüne Woche : Jetzt ist Habeck am Zug

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Schleswig-Holsteins Aussteller ziehen ein positives Fazit der Grünen Woche. Aber nun stehen Veränderungen an.

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erstellt am 26.Jan.2014 | 10:35 Uhr

Berlin | Zehn Tage Messe in Berlin gehen heute zu Ende. Die Grüne Woche war für die Mitstreiter aus Schleswig-Holstein ein voller Erfolg. Laut Messeleitung sollen bis heute Abend mehr als 410.000 Besucher die weltgrößte Schau für Ernährung und Landwirtschaft besucht haben. Die rund 30 Aussteller aus Schleswig-Holstein sind beinahe ausnahmslos zufrieden mit dem Messegeschäft. „Der eine oder andere muss seine Waren einteilen, um bis zum Ende genügend zu haben“, sagte Hallenorganisator Klaus Dahmke vom Bauernverband gestern Nachmittag gegenüber Schleswig-Holstein am Sonntag.

Spontan vor Ort haben Aussteller und Köche sogar eine neue Speise kreiert, berichtet Dahmke. Das Team des Alten Backhauses aus Büchen hat Brot mit Flensburger Dunkelbier hergestellt und mit Käse von Gut von Holstein überbacken. „Das zeigt die tolle Gemeinschaft der Aussteller“, lobt Dahmke.

Anders als in den Vorjahren werden die Akteure nach dem Ende der Messe nun keine zwei bis drei Monate warten, um sich zu einer Beratung über den Messeverlauf und zur Planung des kommenden Jahres zu treffen. Wegen der Ankündigung von Landwirtschaftsminister Robert Habeck, den Auftritt Schleswig-Holsteins auf der Grünen Woche hinterfragen zu wollen, soll ein Treffen beim Bauernverband schon in drei Wochen stattfinden. Dazu sind alle Aussteller eingeladen. Dahmke: „Wir wollen herausfinden, was aus Sicht der Aussteller anders werden oder genauso bleiben sollte.“ Anschließend gehe es in Gespräche mit der Politik.

In diesem Jahr sind 1650 Aussteller aus der Rekordzahl von 70 Ländern auf der weltgrößten Agrarmesse präsent. Jeder Besucher hat für Speisen, Getränke und Bestellungen durchschnittlich 114 Euro auf der Messe ausgegeben, wie die Veranstalter schätzen. Der Umsatz der Aussteller belaufe sich auf insgesamt 47 Millionen Euro.

Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte, die Messe habe den Kunden einen Eindruck von Landwirtschaft und Ernährungsindustrie vermittelt. Er hob das „Regionalfenster“ als Kennzeichen für regional erzeugte Lebensmittel hervor, dass zur Grünen Woche im Handel startete. „Wer informiert ist, kann eigenverantwortlich entscheiden und damit auch den Markt beeinflussen – denn der Kunde ist König.“ Parallel zur Messe hatten am vergangenen Samstag aber auch mehrere zehntausend Menschen in Berlin dafür demonstriert, dass Bauern und Ernährungsindustrie Tiere und Klima besser schützen.

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