Datenschutz im Fokus : Jamaika beschließt Digitalisierungsprogramm für SH

Zunächst sollen zehn Millionen Euro investiert werden. Weitere Mittel sollen folgen.

shz.de von
28. Juni 2018, 16:00 Uhr

Berlin/Kiel | Die Landesregierung will die Digitalisierung in Schleswig-Holstein weiter voranbringen. „Wir wollen das Land werden, in dem die Menschen beruflich wie privat so gut wie nirgendwo anders die Vorteile der Digitalisierung nutzen können“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in Berlin. Dort beschloss das Kabinett ein Digitalisierungsprogramm.

Es sieht in einem ersten Schritt Investitionen in Höhe von zehn Millionen Euro vor. Weitere Mittel sollen folgen. „Die Digitalisierung bietet vielversprechende Perspektiven für unser Land“, sagte Digitalisierungsminister Robert Habeck (Grüne). Sie müsse als Querschnittsthema mit hoher Priorität in sämtlichen Bereichen verankert werden. Regierungschef Günther sieht darin vor allem für die Wirtschaft eine „Jahrhundertchance“. Gleiches gelte für ländliche Gegenden, sagte Günther.

Die Jamaika-Koalition will einen hohen Schutz persönlicher Daten. Dieser Gedanke dürfe jedoch nicht gegen Innovations- und Wachstumspotenziale ausgespielt werden, sagte Habeck. „Wir wollen unseren Datenschutz zu einem internationalen Wettbewerbsvorteil entwickeln und nachweisen, dass ein hohes Datenschutzniveau eben kein Hindernis im Wettbewerb ist.“ Die Landesbibliothek will die Regierung zu einem Zentrum für Digitalisierung und Kultur ausbauen und gemeinsam mit den Kommunen ein zentrales Zugangsportal errichten, über das Bürger Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zum Digitalisierungsprogramm der Landesregierung sind unter digitalisierung.schleswig-holstein.de zusammengefasst.

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