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Erstaufnahmeeinrichtung in Albersdorf : Innenministerium dankt für Hilfe bei Flüchtlingsunterbringung

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Die Gemeinde Albersdorf stimmt zu, dass die provisorische Erstaufnahmeeinrichtung in dem Ort auf Dauer geöffnet bleiben kann. Innenstaatssekretärin Söller-Winkler würdigt das humanitäre Verantwortungsbewusstsein.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2015 | 17:55 Uhr

Albersdorf/Kiel | Das Kieler Innenministerium hat die solidarische Unterstützung der Gemeinde Albersdorf bei der Flüchtlingsunterbringung in Schleswig-Holstein gelobt. Die Zustimmung der Gemeinde, die bisher provisorische Erstaufnahme über den 14. September hinaus offen zu halten, sei eine große Hilfe bei der Unterbringung einer weiter wachsenden Zahl von Neuzugängen an Flüchtlingen, sagte Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler am Dienstag.

Am Vorabend hatte der Gemeinderat bei einer Sondersitzung grundsätzlich grünes Licht für einen Dauerbetrieb der Einrichtung gegeben - sofern die Rahmenbedingungen geklärt seien. Ursprünglich sollte die mit 370 Menschen voll belegte Erstaufnahme nur bis Mitte September betrieben werden, hatte das Innenministerium versprochen.

„Die Entscheidung ist von großem gesamtpolitischen humanitären Verantwortungsbewusstsein getragen und ein Dokument kommunaler Solidarität“, sagte Söller-Winkler. „Ich bin zuversichtlich, dass die weitere Zusammenarbeit mit Albersdorf so reibungslos weitergeht, wie sie in den vergangenen Wochen angelaufen ist.“

Die Entscheidung habe Bauchschmerzen bereitet, aber angesichts der Flüchtlingsströme, die nach Deutschland kommen, müsse auch Albersdorf Verantwortung übernehmen, hatte Bürgermeister Heribert Heinecke (CDU) nach der Sitzung der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Heinecke betonte, die Rahmenbedingungen für einen Dauerbetrieb müsse das Land mit dem Betreiber des Dithmarsenparks noch aushandeln.

Söller-Winkler hatte laut Heinecke zu Beginn der Gemeinderatssitzung betont, das Land stehe zu seinem Wort. Sollte die Gemeinde aber einem Dauerbetrieb zustimmen, wäre das angesichts der weiter steigenden Flüchtlingszahlen eine große Hilfe. Auch der Betreiber des Dithmarsenparks nannte als Voraussetzung für einen Dauerbetrieb die Zustimmung der Gemeinde.

Heinecke betonte, Vertragspartner seien das Land und der private Betreiber. Insofern hätte es der Zustimmung der Gemeinde formal gar nicht bedurft. Aber beide Seiten hätten sich an die ursprüngliche Verabredung gebunden gefühlt und nur mit dem Ja der Gemeinde den Dauerbetrieb akzeptiert. „Die Einrichtung läuft mit großem ehrenamtlichen Engagement bisher sehr gut, aber da müssen jetzt hauptamtliche Mitarbeiter her“, sagte Heinecke.

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