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Schleswig-Holstein : Innenminister Studt rechnet auch für 2016 mit vielen Flüchtlingen

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Wie viele Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Schleswig-Holstein? Innenminister Studt rechnet auch 2016 mit vielen Hilfesuchenden. Nicht nur deshalb will das Land die Zahl der Plätze in Erstaufnahmen weiter ausbauen.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2016 | 13:53 Uhr

Schleswig-Holstein bereitet sich auch in diesem Jahr auf eine hohe Zahl an Flüchtlingen vor. „Wir müssen darauf gefasst sein, dass sich die Zahlen ähnlich wie im vergangenen Jahr entwickeln können“, sagte Innenminister Stefan Studt (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Wie sich der Zugang der Asylsuchenden in 2016 darstellen wird, lässt sich allerdings nur schwer prognostizieren.“ Obwohl viele Landesunterkünfte derzeit nicht voll sind, will das Land die zuletzt bewährten Aufnahmestrukturen im Wesentlichen erhalten.

Im vergangenen Jahr waren 55.000 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen. Mit Stand 23. Februar hatte Schleswig-Holstein 2016 bereits 3480 Asylsuchende aufgenommen. Zum Vergleich: Im Januar und Februar des vergangenen Jahres waren rund 2350 Menschen in das nördlichste Bundesland gekommen. Eine Prognose für das weitere Jahr lässt sich davon laut Ministerium aber noch nicht ableiten.

Nach Ministeriumsangaben sind von den 12.860 Plätzen in Erstaufnahmen aktuell rund 6000 Plätze belegt. Geplante weitere Erstaufnahmen sollen „insbesondere dazu dienen, die Belegungen in den Wohncontainern möglichst nachhaltig zu entspannen und helfen, die besonderen Unterbringungsbedarfe von Frauen und Kindern noch besser berücksichtigen zu können“.

Ziel der rot-grün-blauen Landesregierung bleibt es weiterhin, in diesem Jahr mehr als 20.000 Plätze bei Zweierbelegung für die Erstaufnahme von Flüchtlingen zu schaffen. In absehbarer Zeit sollen neue Unterkünfte in Rendsburg, Husum und Bad Segeberg eröffnen.

Den Bau von Unterkünften für Flüchtlinge und Asylbewerber will die Landesregierung mit beschleunigten Verfahren und niedrigeren Baustandards erleichtern. Das Kabinett hat bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen, mit dem sich nun der Landtag befassen muss. Er sieht eine Änderung der Landesbauordnung über eine bis Ende 2019 befristete Sonderregelung vor. Entsprechend einem Beschluss der Bauministerkonferenz betreffen die Standardsenkungen nicht den Brandschutz und die Standsicherheit.

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