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Schulsystem : Inklusion in SH: Besser als in anderen Ländern

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Kinder mit und ohne Handicap sollen gemeinsam lernen. Das klappt in Schleswig-Holstein besser als in den meisten anderen Länder. Mehr als jeder zweite Förderschüler besucht in SH mittlerweile eine Regelschule.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 10:39 Uhr

Gütersloh/Kiel | Schleswig-Holstein ist beim gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung weiter als die anderen Flächenländer. Im Bundesdurchschnitt gehen nur 28,2 Prozent der Förderschüler auf eine Regelschule, im Norden bereits mehr als jeder zweite oder 57,5 Prozent, wie aus einer Studie in Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Nur in Bremen ist der Anteil der Förderschüler auf Regelschulen mit 63,1 Prozent höher.

Vor fünf Jahren lag der Inklusionsanteil im nördlichsten Bundesland noch bei 40,9 Prozent. „Schleswig-Holstein macht bei der Umsetzung der Inklusion weiterhin große Fortschritte“, sagte Stiftungs-Vorstand Jörg Dräger am Mittwoch.

Dem aktuellen „Datenreport Inklusion“ der Bertelsmann Stiftung zufolge wurde in Schleswig-Holstein im vergangenen Schuljahr bei rund 16.400 Schülern bis zur zehnten Klasse sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert. Die Förderquote liegt mit 5,9 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (6,6 Prozent). Fünf Jahre zuvor betrug sie 5,3 Prozent. „Die gestiegene Quote deutet einen bisher verdeckten Förderbedarf an, für den jetzt zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen benötigt werden“, sagte Dräger.

Mittlerweile besuchen in Schleswig-Holstein nur noch 2,5 Prozent aller Schüler eine Sonderschule. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der UN-Konvention für den Ausbau des gemeinsamen Unterrichts vor fünf Jahren galt dies noch für 3,1 Prozent der Schüler. Schleswig-Holstein liegt damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (4,8 Prozent).

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