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CDU-Landesparteitag : Ingbert Liebing zum neuen Landesvorsitzenden der Nord-CDU gewählt

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Das Personalkarussell bei der Nord-CDU dreht sich. Mit Ingbert Liebing hat die CDU am Samstag ihren vierten neuen Landesvorsitzenden seit 2010 bekommen.

Neumünster | Der Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing ist neuer Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein. Der 51-Jährige wurde am Samstag auf einem Landesparteitag in Neumünster zum Nachfolger von Reimer Böge gewählt.

Für Liebing stimmten 261 der 277 Delegierten. Es gab 13 Nein-Stimmen, eine Enthaltung. Zwei Stimmen waren ungültig. Liebing hatte keinen Gegenkandidaten. Böge hatte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidiert.

Liebing ist damit bereits der vierte neue Landesvorsitzende der Union seit dem Rückzug des langjährigen Parteichefs Peter Harry Carstensen im Jahr 2010. Seitdem hat die Partei mit Christian von Boetticher, Jost de Jager und Böge bereits drei Vorsitzende gehabt.

Seine beiden Vorgänger Jost de Jager und Christian von Boetticher waren aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. Der letzte Vorsitzende über einen längeren Zeitraum war Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der dieses Amt acht Jahre lang ausfüllte. Der designierte neue Hoffnungsträger der Nord-CDU gilt im Falle seiner Wahl auch als Favorit für die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2017.

Mit dem neuen CDU-Fraktionsführer im Landtag, Daniel Günther, versteht sich der gebürtige Flensburger prächtig. Er will die Landtagswahl über die politische Mitte gewinnen. „Was Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Bundesebene erfolgreich vorgeführt hat, halte ich für ein Erfolgsrezept auch für Schleswig-Holstein“, sagte Liebing im Vorfeld des Parteitages. Liebing bezeichnete die aktuelle Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW als „erkennbar abgewirtschaftet“. Er will die Union dazu nicht nur für konservative Wählerschichten wieder interessanter und das Profil seiner Partei schärfen. Die Union müsse ihre Programmatik in zentralen Themenfeldern überarbeiten.

In Neumünster will die Union auch über die Flüchtlingspolitik debattieren. Kern ihrer Forderung ist es, Flüchtlinge und Asylbewerber ohne Bleiberecht strikter als bisher abzuschieben.

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erstellt am 15.Nov.2014 | 11:36 Uhr

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