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Landtagswahl 2017 : Im Erfolgsfall: Torsten Albig will Koalition fortführen

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Ministerpräsident Torsten Albig möchte die Koalition auch dann weiterführen, wenn er den SSW dazu rein rechnerisch nicht brauchen würde.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 12:11 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) will im Fall eines Erfolgs bei der Landtagswahl 2017 die Koalition aus SPD, Grünen und Südschleswigschen Wählerverband auch dann fortsetzen „wenn ich den SSW dazu rechnerisch nicht bräuchte“. Die Erfahrungen mit dem Dreierbündnis seien „exzellent“, sagte Albig in einem Interview mit dem Flensburger Tageblatt. Dazu trage vor allem der SSW bei. „Da, wo Rot und Grün in Deutschland in Reinkultur aufeinander prallen, neigen beide Parteien dazu, sich stärker im Grundsätzlichen anzugehen, als dies im Tagesgeschäft hilfreich wäre. Der SSW hat da eine sehr pragmatisch-beruhigende Art mit einer hohen integrativen Kraft.“

Albig ging zugleich davon aus, dass Koalitionen aus drei Parteien in Zukunft häufiger als bisher erforderlich sein werden, um eine Regierung zu bilden. Es werde „fragilere und kurzlebigere Bündnisse in Deutschland geben“, sagte Albig und fügte hinzu: „Wir werden Abschied nehmen müssen von der Vorstellung, dass es gottgegeben ist, dass Wahlperioden vier oder fünf Jahre dauern“. Auch werde die Bundesrepublik „den Schrecken davor ablegen müssen, dass es wie anderswo in Europa – zum Beispiel bei unserem direkten Nachbarn Dänemark – auch mal  Minderheitenregierungen geben kann“. Dies werde so kommen „in dem Moment wie der rechte Rand des Parteienspektrums zersplittert“, sagte Albig mit dem Blick auf die jüngsten Wahlerfolge der rechtspopulistischen AfD.

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