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Wolfs-Angriff auf Schafherde? : Habeck lehnt Wolfs-Aufnahme in Jagdrecht ab

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Noch ist nicht geklärt, ob es ein Wolf war, der am Dienstag mehr als 20 Schafe gerissen hat. Habeck sieht die Rückkehr des Wolfs als Herausforderung – doch er heißt die Tiere auch willkommen.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2015 | 17:18 Uhr

Kiel/Rodenbek | Nach Angriffen auf eine Schafherde in Rodenbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) dauern die Ermittlungen an. „Wir wissen nach wie vor nicht sicher, ob bei dem jüngsten Vorfall ein Wolf oder ein Hund angegriffen hat“, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag. In Rodenbek waren nach einem Angriff fast 30 Schafe verendet. Ergebnisse einer DNA-Untersuchung werden in frühestens zwei Wochen erwartet.

Nach Ansicht von Habeck ist die Rückkehr des Wolfes in den Norden eine große Herausforderung. Eine Aufnahme des Tiers in das Jagdrecht ist für ihn jedoch keine Option. „Ich sehe nicht, was das bringen soll.“ Der Wolf sei willkommen in Schleswig-Holstein, doch er bleibe ein wildes Tier. Der Schutz der Menschen habe immer oberste Priorität. „Wir wollen auch, dass Schafhalter in diesem Land eine Zukunft haben“, sagte Habeck. Geschlossene Ställe seien keine Option.

Über viele Jahrzehnte waren Wölfe in Schleswig-Holstein ausgestorben. Erstmals wurde 2007 wieder ein Wolf gesichtet, seit 2012 gab es 17 bestätigte Nachweise.

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