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Atom-Zwischenlager : Habeck: Altmeier muss „in die Puschen kommen“

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Die Bundesregierung sucht nach Zwischenlagern für 26 Atommüll-Behälter. Auch Brunsbüttel ist im Gespräch. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck macht Druck.

Kiel | Für die Zwischenlagerung von Atommüll-Behältern in Deutschland muss aus Sicht der Grünen-Umweltminister Robert Habeck aus Schleswig-Holstein und Franz Untersteller aus Baden-Württemberg die Bundesregierung ein Konzept vorlegen. „Der Bund ist in der Pflicht, einen Lösungsvorschlag dafür zu liefern“, sagten Habeck und Untersteller. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) müsse „in die Puschen kommen“.

Derzeit sucht die Bundesregierung nach Standorten für 26 Behälter mit alten Brennelementen aus der Wiederaufarbeitung in Großbritannien (21) und Frankreich (5). Bislang haben nur die Landesregierungen in Kiel und Stuttgart ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Zwischenlagerung der Castorbehälter mit hochradioaktivem Müll zu beteiligen.

Das Bundesumweltministerium will am Donnerstag auf Arbeitsebene mit den fünf Ländern mit Atomkraftwerksstandorten Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg und den Energieversorgern beraten. Die beiden Länder Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, in denen ebenfalls Atom-Zwischenlager stehen, sind zu diesem Gespräch bislang nicht eingeladen.

„Die Lösung der Zwischenlagerfrage ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Da müssen alle Bundesländer, in denen eine Zwischenlagerung der Castoren nicht von vornherein ausgeschlossen ist, in die Pflicht genommen werden“, forderten Habeck und Untersteller. Den Kreis von vornherein so zu verengen, sei nicht zielführend.

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erstellt am 05.Okt.2013 | 12:05 Uhr

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