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Kooperation : Gewerkschaften für gemeinsame Industriepolitik im Norden

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Eine gemeinsame Strategie in der Industriepolitik könnte den Norden voranbringen. Daran mangelt es immer noch, wie eine Studie der Gewerkschaften in den fünf norddeutschen Bundesländern ergab.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 07:20 Uhr

Hamburg | Kooperation statt Konkurrenz: Die Gewerkschaften in Norddeutschland wollen in der Industriepolitik den Wettbewerb der Bundesländer untereinander beenden und stattdessen eine gemeinsame Entwicklungsperspektive anstreben. So ließe sich auch die Position des Nordens nach außen deutlich verbessern, heißt es in einer Studie der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung, gemeinsam mit dem DGB Nord und den Gewerkschaften IG Metall Küste, IG BCE, NGG und Verdi, die am Donnerstag in Hamburg bei einer Konferenz diskutiert wird.

Im Grundsatz seien die notwendigen Strukturen und Institutionen für eine stärkere Abstimmung und Koordinierung schon in Ansätzen vorhanden. Notwendig bleibe jedoch die Formulierung gemeinsamer Ziele und der gezielte Ausbau der politischen Kooperation. Die Gewerkschaften in Norddeutschland haben zwei Jahre lang über die Zukunft der Industrie in den fünf norddeutschen Bundesländern geforscht. Dabei geht es nicht nur um den Ausbau und Erhalt von Beschäftigung, um Bezahlung und Arbeitsbedingungen, sondern auch um ökologische Modernisierung, Infrastruktur, Energieversorgung und demografischen Wandel. In dem Projekt wurden die für den Norden wichtigsten Industrie- und Dienstleistungsbranchen im Detail analysiert und auf ihre zukünftigen Entwicklungschancen hin untersucht.

Prüfstein für eine norddeutsche Energiepolitik könne die Energiewende werden, heißt es in der Studie. Norddeutschland könne bei den Themen Energieversorgung und Energiespeicherung Vorreiter und Vorbild für die praktische Umsetzung der Energiewende werden. Das sei eine historische Chance für die maritime Industrie insgesamt, darunter auch die Werften.

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