Erstaufnahme auf Uni-Campus : Gescheitertes Flüchtlingsdorf in Flensburg: CDU fordert „Plan B“

An der Flensburger Osttangente (vorne links) plante das Land auf dem Hochschulcampus auf rund 10.000 Quadratmetern ein Flüchtlingsdorf aus bis zu acht Gebäuden als Erstaufnahmeeinrichtung. Jetzt steht in den Sternen, ob es je gebaut wird.
An der Flensburger Osttangente (vorne links) plante das Land auf dem Hochschulcampus auf rund 10.000 Quadratmetern ein Flüchtlingsdorf aus bis zu acht Gebäuden als Erstaufnahmeeinrichtung. Jetzt steht in den Sternen, ob es je gebaut wird.

Private Investoren waren von dem Projekt auf dem Uni-Campus abgesprungen, jetzt wird Kritik am Innenminister laut.

shz.de von
05. Oktober 2015, 13:08 Uhr

Flensburg/Kiel | Nach dem Absprung der privaten Investoren für die geplante Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Campus der Uni Flensburg hat die CDU Innenminister Stefan Studt (SPD) aufgefordert, einen „Plan B“ zu benennen. „Die Investoren sind nicht von heute auf morgen abgesprungen“, sagte die flüchtlingspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Astrid Damerow am Montag in Kiel. Die von Studt angekündigte interne Prüfung von Alternativen hätte längst vorgenommen werden und ein Plan „B“ stehen müssen. Studt sollte über die Hintergründe des Scheiterns im Innen- und Rechtsausschuss Aufklärung geben.

Das Innenministerium hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Bau der Erstaufnahmeeinrichtung voraussichtlich nicht wie geplant mit einem privaten Investor realisiert werden könne. Wie die Realisierung der Erstaufnahmeeinrichtung in Flensburg jetzt erfolgen soll, werde zunächst intern geprüft.

Der Chef des Selbsthilfe-Bauvereins, einer der Investoren, sagte dem „Flensburger Tageblatt“ (Montag), man habe sich angesichts der neuen Situation entschlossen, sich auf die Aufgaben in und für die Kommunen zu konzentrieren. Es würden viele neue Wohnungen gebraucht. Allein in Flensburg wird derzeit Platz für 1350 Menschen nach der Erstaufnahme geschaffen.

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