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Verwaltungsgericht Schleswig : Gericht: Polizistinnen brauchen keine Mindestgröße

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Eine junge Frau klagt, weil sie nur 1,58 Meter misst - zwei Zentimeter zu wenig. Das Gericht hält sie trotzdem für tauglich.

Schleswig/Kiel | Das Verwaltungsgericht in Schleswig hat die bislang gültige landesweite Mindestgröße für Polizistinnen von 1,60 Metern gekippt. Hintergrund war die Klage einer jungen Frau gegen die Körperlängenanforderung, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Sie war wegen ihrer Größe von 1,58 Metern abgelehnt worden. Das Verwaltungsgericht hielt sie jedoch für tauglich. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig (Az. 11 A 308/15).  Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ über das Urteil berichtet.

Eine Bewerbung der damals 20-jährigen Abiturientin im Herbst 2014 für eine Laufbahn im Polizeivollzugsdienst war wegen ihrer Körperlänge abgelehnt worden. Landespolizeidirektor Ralf Höhs erklärte, die Frage der Körperlänge werde lediglich in Bezug auf Kompatibilität mit der Polizei-Ausrüstung geprüft.

„Also: Sind kleine Menschen geeignet, unsere Ausrüstung zu tragen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.„Körperlänge ist für mich etwas anderes als Größe: Ein Mensch in einem kleinen Körper kann schon sehr groß und für die Polizei auch sehr nützlich sein.“ Ob das Land gegen die Entscheidung in Berufung geht, wird nach Angaben des Ministeriums geprüft.  

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erstellt am 05.Apr.2016 | 15:57 Uhr

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