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Uni-Sanierung : Gerade noch die Kurve gekriegt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 20:23 Uhr

Es tut sich was an den Hochschulen im Lande. Endlich! Der Anfang wird an der Kieler Uni gemacht. 165 Millionen Euro stellt das Land zur Gebäudesanierung bereit; verteilt auf 15 Jahre zwar, aber immerhin. Das ist ein Batzen Geld, das dem Zugriff vermeintlicher Sparkommissare weitgehend entzogen ist. Und das ist gut so!

Nirgendwo im Bereich der Hochschulen ist die bauliche Infrastruktur so verrottet wie auf dem Campus der Landesuniversität. 230 Millionen Euro Sanierungsstau gibt es allein hier. Die Ursachen der Misere sind identisch mit denen maroder Landesstraßen oder Autobahnbrücken. Lieber schmückten sich „verantwortliche“ Politiker in der Vergangenheit mit dem netten Foto beim Richtfest eines Neubaus oder der Übergabe einer frisch geteerten Straße. Landesvermögen zu erhalten galt – leider – zu allen Zeiten als unsexy. Wer jetzt nicht das Ruder herumreißt, würde den längst eingetretenen Schaden nur vergrößern. Die Kosten der Modernisierung würden weiter steigen.

Das weiß auch Finanzministerin Monika Heinold. Die vom Glück steigender Steuereinnahmen verfolgte Grüne hat bisher alles getan, um das Geld beisammen und den Konsolidierungskurs beizubehalten. Dennoch winkt Heinold das Investitionsprogramm für die Hochschulen durch. Ein Widerspruch ist das nicht. Im Gegenteil: Die Koalition hat gerade noch die Kurve gekriegt.

Ob die Landesregierung mit den bereitgestellten Mitteln wirklich zum Ziel kommt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Den Nachweis dafür, dass die Sanierung am Campus Kiel wie auf den anderen Campi in Flensburg oder Lübeck durchfinanziert ist, werden Heinold und Co. erst noch erbringen müssen. An der Richtigkeit der Kurskorrektur ändert das nicht. Das akzeptiert sogar die Opposition.

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